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Morgentour: 48 Zeitungsleser führt der Weg nach Esslingen am Neckar

Ein Glas Sekt auf eine malerische Altstadt

Archiv-Artikel vom Donnerstag, den 25.08.2016

Stadtführerin Iris Schröder (linkes Bild, links) wusste die Teilnehmer der Morgentour mit viel Witz und Kenntnis zu unterhalten. "Prösterchen!" hieß es dann bei Christa Kruck und Christa Kraus - sie lassen sich die Tropfen der Sektkellerei Kessler schmecken, nachdem die Gruppe dazu Wissenswertes gehört hatte.

© hbo/ü

Von unserem Redaktionsmitglied

Helga Boschitz

Ein verheißungsvoll blauer Himmel, angenehme Temperaturen, 48 gut gelaunte Zeitungsleser - beste Voraussetzungen für die "Morgentour" ins schwäbische Esslingen am Neckar. "Ich bin schon sehr gespannt", verriet Lilo Leonhard beim Einsteigen in den Bus. Für sie ist es eine Reise in die Vergangenheit: Vor einigen Jahrzehnten hat sie ihre Referendariatszeit als Lehrerin dort verbracht. "Damals habe ich nicht viel von Esslingen gesehen, bin jeden Tag nach der Schule gleich wieder heimgependelt", lachte sie. Pünktlich um 10 Uhr startet die Führung durch die historische Altstadt von Esslingen, etwa zehn Kilometer entfernt von der Stuttgarter Innenstadt. Hinter den prächtigen Fachwerkfassaden, den dicken Mauern und trutzigen Türmen der über tausend Jahre alten Stadt verbergen sich jede Menge spannender Details und Geschichten. Von ihnen wussten die beiden Stadtführerinnen Dagmar Ortolf und Iris Schröder kenntnis- und detailreich zu berichten.

90 378

Esslingen war das Ziel der jüngsten Morgentour von 48 Zeitungslesern. Ende des Jahres 2014 zählte Esslingen 90 378 Einwohner. Damit ist Esslingen die elftgrößte Stadt Baden-Württembergs. Von der Stadtmitte Stuttgarts ist Esslingen lediglich rund zehn Kilometer entfernt.

Oberbürgermeister ist Jürgen Zieger von der SPD. Als Intendant des wichtigsten Theaters, der Württembergischen Landesbühne Esslingen, arbeitet Friedrich Schirmer. fba/ü

200 Jahre an Kirche gebaut

Mit viel Humor und Lockerheit erzählten sie von den Hinterlassenschaften der Römer, den Umtrieben der Alemannen, Merowinger und Staufer und nicht zuletzt vom guten Wein, der schon im Mittelalter an den die Stadt umgebenden Hängen wuchs und bis heute nicht nur von einheimischen Weinkennern sehr geschätzt wird. "Da freue ich mich jetzt schon aufs Mittagessen und einen guten Schoppen dazu", sagte verschmitzt einer der Teilnehmer.

Vorbei ging es an zwei das Stadtbild prägenden Sakralbauten: dem Münster St. Paul, das im 13. Jahrhundert als Kirche des ehemaligen Dominikanerklosters errichtet wurde und in dem heute eine Grundschule und das Stadtarchiv untergebracht sind, und der gotischen Bürgerkirche der Stadt, der Frauenkirche mit ihrem 72 Meter hohen, prächtigen Turm. Rund 200 Jahre lang wurde an ihr gebaut, bis sie 1516 schließlich vollendet war.

Die kundigen Stadtführerinnen leiteten die Gruppe über buckelige Altstadtpflaster, durch düstere Gassen, eröffneten den Blick auf Wehrtürme und die alte Burg hoch über der Stadt und machten mehrmals kurze Rast an romantischen Plätzchen, an denen beschaulich der Neckar entlang plätschert. "Esslingen besteht eigentlich aus mehreren Neckar-Inseln, die heute nicht mehr zu erkennen sind", verriet Iris Schröder.

Im Inneren der prachtvollen gotischen Stadtkirche St. Dionys, erbaut im 13. und 14. Jahrhundert, blieb so manchem aus der Besuchergruppe der Mund offen stehen. "Einfach wunderschön", "herrlich", "Wahnsinn" lauteten die Kommentare zu den vielfarbigen mittelalterlichen Glasfenstern, dem stattlichen Hochaltar und nicht zuletzt zur Westempore, wo die zweitgrößte Orgel Württembergs mit sage und schreibe 6500 Pfeifen untergebracht ist. "Beeindruckend" brachte es Leser Bernhard Rapp auf den Punkt. Nach einer dreistündigen Pause, die die Morgentourler zum Essen, Bummeln und Kaffeetrinken nutzten, trafen sich alle wieder in der Sektkellerei Kessler.

Über steile Treppen ans Tageslicht

Dort wartete schon die sehr herzliche Gästeführerin Irmgard Jessel, um die Besucher mit viel Detailwissen und witzig erzählten Anekdoten durch Produktions- und Lagerräume und teilweise richtig "gruselige" Kellergewölbe zu führen, von deren Decken daumendicke Spinnweben baumelten.

Dort erfuhren die Leser Interessantes zur Sektherstellung, bestaunten Gerätschaften und die vielen Tausend dort lagernde Flaschen. Über steile Treppen ging es schließlich zurück ans Tageslicht, wo die Gäste mit drei Sorten edlen Kessler-Sekts und weiteren wertvollen Tipps zur Lagerung und Verkostung des feinen Tropfens versorgt wurden.

Entsprechend aufgekratzt und heiter gestaltete sich dann die Rückfahrt, bei der mit Lob für die gelungene Morgentour nicht gespart wurde. "Wieder ein paar neue schöne Ecken in Deutschland entdeckt", freute sich Agnes Stadter, "da muss man gar nicht in die Ferne schweifen!"

Donnerstag, 25.08.2016

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