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BA Natürlich: Freiwillige helfen bei der Pflanzaktion auf dem Gelände des Naturschutzzentrums mit / Letzter 2012er-Termin der Veranstaltungsreihe

Maronen von der Erlache – in 15 Jahren

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 21.11.2012

Von unserer Mitarbeiterin Gerlinde Scharf

Beim letzten Termin von BA Natürlich 2012 mussten alle noch mal richtig anpacken - Jung und Alt. Die Pflanzaktion fand trotzdem Freiwillige.

© Neu
© Thomas Neu
© Thomas Neu

Bergstraße. Wenn es Frühling wird, kann man erst richtig sehen und entdecken, was sich rund um das Naturschutzzentrum Bergstraße (NZB) getan hat. Erst wenn die Tage wieder länger und wärmer werden, wird es an der Erlache sprießen, und es wird mehr Grün als seither geben: Freiwillige waren am Werk und haben im Rahmen der Veranstaltungsreihe BA Natürlich zwei Maronenbäume, einen Wildapfelbaum - immerhin der Baum des Jahres 2013 -, Hainbuchen, Elsbeeren und Weiden gepflanzt.

Schuften zum Saisonende

Zum Saisonende hatten der Bergsträßer Anzeiger und das Naturschutzzentrum (NZB) war eine beachtliche Schar engagierter Freiwilliger - Kinder, Jugendliche und Erwachsene - am Samstag mit Spaten und Schippen angerückt, um selbst Hand anzulegen und einen kleinen Beitrag zum Schutz der Natur zu leisten. Eigentlich konnte gar nichts schief gehen. "Heute ist nämlich ein idealer Pflanztag. Der Steinbock steht im Zeichen des zunehmenden Mondes, und genau das ist gut für die Wurzelbildung."

Edda Fürst aus Zwingenberg trug ein selbst verfasstes Gedicht, gespickt mit vielen Informationen über die Esskastanie, vor. Auch Lukas Rossa trug ein Herbstgedicht vor.

Jetzt wissen wir: Der Maronenbaum zählt zu den Buchgewächsen und hat seinen Namen von einer Stadt am Schwarzen Meer. Er ist keiner, der sich versteckt. Schließlich kann er bis zu 500 Jahre alt werden, einen Radius von bis zu sechs Metern und eine Höhe von bis zu 35 Metern erreichen.

Seit den 40er Jahren macht ein Pilz der Esskastanie das Leben schwer.

Prächtig blüht sie übrigens zur Jahresmitte. "Ein Augenschmaus und ein Dufterlebnis", sagt Edda Fürst.

Verschnaufpausen müssen sein - für die Kleinen hatte Stefanie Richter deshalb Bastelmaterial bereitgestellt: Alles Natur, versteht sich. Aus Walnusshälften bauten die Kids beispielsweise Schiffchen und machten Nuss-Schildkröten Beine. gs/df

Sparkasse und Streuobstwiesenretter unterstützten die Pflanzaktion

Die Sparkasse Bensheim hat für die Pflanzaktion 1000 Euro gespendet, die für die Bäume und Sträucher der Pflanzaktion verwendet wurden. Unterstützung kam aber auch von den Streuobstwiesenrettern: Die vier jungen Männer spendeten den Wildapfel. Sowohl der Vorsitzende des Sparkassenvorstandes, Dr. Eric Tjarks, als auch BA-Geschäftsführer und Chefredakteur Karl-Heinz Schlitt waren gekommen, um sich bei der pädagogischen Leiterin des Naturschutzzentrums Veronika Lindmayer und ihrem engagierten Team zu bedanken. df

Der langjährige, ehemalige Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald im Kreis Bergstraße, Werner Groß, schaute zufrieden in die Runde und schnappte sich seinen Spaten. Die Umherstehenden taten es ihm gleich, schaufelten zunächst wieder nährreichen Mutterboden in das etwas zu groß geratene Loch und hievten dann - ruck zuck - die Kastanie an Ort und Stelle. Noch ein kräftiger Schuss Wasser an den Wurzelballen, dann war das Werk vollendet.

Die große, mit bunten Bändern geschmückte Esskastanie war zweifelsfrei die unangefochtene Hauptdarstellerin der Pflanzaktion. Und sie ist zudem der "Wunschbaum" von NZB-Leiterin Veronika Lindmayer. Weil sich die Marone aber laut Baumexperten Franz Weiler allein nicht besonders wohl fühlt und als Single nur wenig Früchte trägt, hat man auf dem weitläufigen Gelände des Naturschutzzentrums noch einen kleineren Maronen-Verwandten gepflanzt.

Komposthaufen verdeckt

Die Experten von Nabu, BUND und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald machten den Baumpaten allerdings wenig Hoffnung auf eine baldige Ernte. Zwischen zehn und 15 Jahre wird es dauern, bis der Schattenbaum trägt und die Kastanien so weit sind, dass man sie genüsslich verzehren kann. Auch der Wildapfel, der mit anderen Sträuchern den Bienenstöcken als Windschutz dienen soll, gehört eher zu den Spätzündern. Die Äpfel sind klein, sauer und deshalb kaum genießbar - und auch der Wildapfel ziert sich eine ganze Weile, nämlich ebenfalls so um die zehn Jahre, bis der die ersten Früchte präsentiert.

Mit Hochdruck gearbeitet wurde auch in der Nähe des Komposthaufens auf dem NZB-Gelände. Hier sollen die Sträucher zukünftig die freie Sicht auf den nicht unbedingt ansehnlichen Öko-Hügel versperren. Aber Ende gut alles gut: Nach getaner Arbeit gab's die Belohnung für ein hartes Stück Arbeit: Das Baumteam machte es sich um die Feuerstelle gemütlich, schlürfte genüsslich Apfelsaftpunsch und Glühwein, löffelte heiße Kartoffelsuppe und hielt Maronen in die Glut bis sie aufplatzten. Jetzt nur noch schnell die Schale abgepult - und dann nichts wie rein in den Mund. Auf die Früchte des neuen Baums müssen sie schließlich noch warten.

© Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 21.11.2012

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