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Straßenverkehr: Nach Bensheim jetzt in Lampertheim

Unfallwagen als Mahnmal

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 06.02.2013

Stummer, demolierter Zeuge: Der VW-Lupo soll Autofahrer daran erinnern, vorsichtiger zu fahren.

© Nix

Bergstraße. Verlassen steht der schwarze VW-Lupo in einer Parkbucht auf der B 44 in Lampertheim. Der Wagen ist ein Totalschaden: Das Dachblech ist eingedrückt, regelrecht zusammengefaltet. Kabel hängen lose nach außen. Sämtliche Scheiben sind weggeflogen. Felgen und Reifen fehlen. Dort, wo eigentlich der Motor sein sollte, klafft ein großes Loch, darin steht ein verkohlter Baumstumpf. Ein weißes Kreuz erinnert an den verstorbenen Autofahrer.

Aufmerksame Autofahrer kennen das Bild. Denn der Unfallwagen wird vom Verein zur Verhütung von Verkehrsunfällen (VVV) im Zwei-Wochen-Rhythmus aufgestellt - so auch schon in Bensheim an der Schwanheimer Straße im September vergangenen Jahres, in Heppenheim oder auch in Mainz.

Schwere Unfälle gebe es immer wieder, sagt Holger Ritschdorff, Vorsitzender der VVV. Als Omnibusfahrer sieht er sie regelmäßig, und auch die anderen Vereinsmitglieder haben als Fahrlehrer, Juristen, Polizisten, Kfz-Sachverständige und Ingenieure ähnliche Erfahrungen gemacht. Gemeinsam wollen sie in ehrenamtlicher Aufklärungsarbeit die Zahl der Unfalltoten im Straßenverkehr senken.

Warum sie ausgerechnet den Lupo ausstellen?"Damit zeigen wir einen typischen Unfall, wie ihn viele Jugendliche verursachen", erläutert Ritschdorff: Mit 170 Stundenkilometern ist der Fahrer frontal gegen einen Baum geprallt. Der Mann, der bei dem Zusammenprall im Wagen eingeklemmt wurde, starb noch an der Unfallstelle.

Mit dem drastischen Beispiel zur Abschreckung will der Verein besonders Jugendliche vor der Führerscheinprüfung und Fahranfänger erreichen. "Das läuft über das Unterbewusstsein", erklärt der Vereinsvorsitzende die Idee. "Die Fahrer sehen den Wagen und fahren dann vielleicht vorsichtiger." ya/seg

© Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 06.02.2013

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