Fanclub:
Über 2000 Vettel-Anhänger feiern den Titel-Triumph
Vettel bringt Heppenheim zum Beben
Von unserem Redaktionsmitglied Dirk Rosenberger
Die einen feiern, die anderen filmen oder knipsen: Mehrere Tausend Fans jubelten gestern Abend ausgelassen beim Public Viewing in Heppenheim über Sebastian Vettels dritten WM-Triumph - begleitet von zahlreichen Journalisten.
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Überschwängliche Freude nach dem Race: Der dritte Titel ist perfekt.
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In "Vettelheim" fast schon jährliche Tradition: der Autokorso.
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Schock kurz nach Beginn des Rennens: Vettel mit einer Kollision.
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Heppenheim.
Heppenheim ist Weltmeister: So dürften es zumindest die über 2000 Fans beim öffentlichen Vettel-Gucken gestern im Lack-Tempel empfunden haben. Über eineinhalb Stunden hatten sie beim Saison-Finale der Formel 1 mit ihrem "Seb" gezittert, gelitten und schließlich gejubelt.
Als kurz vor Schluss feststand, dass der Red-Bull-Pilot seinen Dienstwagen sicher in den Weltmeisterstall reiten würde, brachen alle Dämme. Den kollektiven Heppenheimer Aufschrei dürfte man bis nach Brasilien gehört haben - die stimmige Begleitmusik obendrauf. "Highway to hell" schallt überdeutlich aus den Lautsprechern, dicht gefolgt vom Allzeit-Klassiker "We are the Champions" - kollisionsfrei intoniert aus Tausenden von Kehlen.
Die Stimmung war ohnehin weltmeisterlich. Fremde Menschen lagen sich in den Armen, Sektflaschen wurden geköpft, Vettel-Finger aus Pappe in die Höhe gerissen. Jeder war an diesem Abend ein bisschen Vettel. "Unglaublich, das war nichts für schwache Nerven. Der Bub ist der Wahnsinn", meinte die 63 Jahre alte Erika. So ging es den meisten. Der neue Dreifach-Weltmeister fuhr mit den Nerven seiner Anhänger kurvenreich Achterbahn.
Der Erste Sebastian-Vettel-Fanclub hatte "noch mal kräftig Gas gegeben", wie Vorsitzender Axel Möller betonte. Vor der Halle konnte in einem Pavillon-Zelt auf Fernsehern die Titeljagd verfolgt werden, an etlichen Zelten gab es Nervennahrung in fester und flüssiger Form. Mehr als 18 TV- und Radio-Teams waren angereist, "um uns Bekloppte beim Feiern zuzusehen", kommentierte Möller gewohnt charmant.
Wobei es danach lange Zeit nicht aussah. Kurz nach dem Start herrschte Totenstille. Nachdem Vettel von Senna auf die Hörner genommen wurde und Alonso davonzog, stand allen das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. "Das darf der doch nicht!", beschwerte sich der siebenjährige Dennis bei seinem Vater. Der zuckte nur mit den Schultern.
So ging es mehr als 90 Minuten lang weiter - die Menge wankte zwischen frenetischem Jubel und ungläubigem Kopfschütteln. Schweißgebadet trotz frühwinterlicher Frische tauchte danach so mancher aus dem Lack-Tempel wieder auf. Rechtzeitig, um ein kleines Feuerwerk zu bewundern oder sich dem Autokorso anzuschließen.
Letztlich setzte sich auch der blaue Bus des Fanclubs in Bewegung, eskortiert von der Polizei und mit vielen Fans im Schlepptau. "Das wird eine lange Nacht", prophezeite ein siegestrunkener Gast, bevor er zurück in die Halle wankte. Dort legten DJ Henniger und Felix Moese von Radio FFH - wie vor dem Start auch - den passenden Soundtrack zum weltmeisterlichen Finale auf.
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