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Mitgliederversammlung: Verein fühlt sich in neuen Räumlichkeiten im Alten Rathaus pudelwohl

Nach den Sommerferien will die Spielerei richtig loslegen

Von unserer Mitarbeiterin Gerlinde Scharf

Die Spielerei Bergstraße hat ihr neues Domizil im Obergeschoss des Alten Rathauses am Zwingenberger Marktplatz. Unser Bild entstand im November 2016 bei der Einweihung.

©   Neu

Zwingenberg. Eine gehörige Portion Galgenhumor war schon dabei, als Spielerei-Vorsitzender Robert Weber die magere Mitgliederpräsenz bei der Jahreshauptversammlung mit dem Satz kommentierte: "Das beweist nur, dass unsere Mitglieder mit unserer Arbeit zufrieden sind." Und: "Das war eine der kürzesten Sitzung in der Vereinsgeschichte."

Verständlicherweise waren beim Vorstand sehr wohl ein wenig Frust und Enttäuschung über das Desinteresse zu spüren. Auch deshalb, weil die Spielerei Bergstraße nach ihrem Umzug von Bensheim nach Zwingenberg im vorigen November tüchtig zugelegt hat und um die 50 Neueintritte verbuchen konnte. Derzeit sind 452 Familien Mitglied im Verein.

Fakt ist aber: Außer dem kompletten Vorstandsteam hatten lediglich sechs Vereinsmitglieder den Weg ins Alte Amtsgericht gefunden. Zu wenig, um eine ordentliche Versammlung abzuhalten, denn laut Satzung müssen zur Beschlussfähigkeit des Gremiums mindestens zehn Personen anwesend sein, die nicht dem Vorstand angehören. Also machte Weber kurzerhand Nägel mit Köpfen und setzte den Termin ab. Vermutlich nach den Osterferien wird es einen erneuten Anlauf geben.

Auch wenn die Verantwortlichen hoffen und erwarten, dass sich bei der erneuten Ladung mehr Mitglieder angesprochen fühlen, fällt bei einer Wiederholung die Begrenzung auf eine Nichtteilnehmerzahl weg. Die Versammlung ist dann so oder so beschlussfähig.

Satzungsänderung geplant

Umso ärgerlicher und kurioser war die satzungskonforme Absetzung der Jahreshauptversammlung, weil exakt an diesem Abend eine Satzungsänderung auf der Tagesordnung stand, nach der jener Stolperstein über die Beschlussfähigkeit (die Anwesenheit von zehn Nichtvorstandsmitgliedern) gekappt werden sollte. Natürlich nur dann, wenn die Mitglieder dies beschließen. Auch die Ablösung der Kassenwartin Andrea Winkenbach musste verschoben werden. Für das Amt wird Stefan Lenhard kandidieren. Außerdem sollte der Haushaltsplan 2017 vorgestellt werden.

Fakt ist aber auch: Die Spielerei Bergstraße ist in Zwingenberg nicht nur mit offenen Armen aufgenommen worden, sie fühlt sich in den neugestalteten Räumen des Alten Rathauses im Stadtzentrum pudelwohl. Lange musste die renommierte Einrichtung nach einem neuen Domizil suchen, nachdem feststand, dass die Rodensteinschule in Bensheim verkauft wird und ein Investor dort Eigentumswohnungen plant.

Der Umzug ins benachbarte Zwingenberg jedenfalls sollte sich als Glücksgriff herausstellen. In 750 Arbeitsstunden haben zahlreiche Mitglieder mitgeholfen, dass alles reibungslos über die Bühne geht. Die alten Räumlichkeiten mussten ausgeräumt, Regale ab- und wieder aufgebaut, die Spiele ein-, ausgepackt und sortiert werden.

Über 3000 Spiele für jedes Alter - für drinnen und draußen - gehören zum Inventar. Ein Beschaffungsausschuss trifft sich jeweils einmal im Monat und bespricht unter anderem Neuanschaffungen. "Die neuen Räume haben einfach Flair und passen sich dem alten Gebäude perfekt an. Außerdem funktioniert das Neben- und Miteinander mit der Stadtbücherei sehr gut", freut sich Robert Weber über die gelungene Neuausrichtung: "Es macht einfach Spaß, sich hinzusetzen und zu spielen." Viele Kinder, deren Eltern in der Bibliothek im Parterre nach Lesestoff stöberten, suchten währenddessen die Spielerei einen Stock darüber auf.

Nach einem der besonderen Umstände geschuldeten Schmalspurprogramm 2016/17 will der Vorstand nach den Sommerferien richtig loslegen und all die neuen Möglichkeiten, die das Städtchen der Spielerei ermöglicht, ausnutzen. Angedacht ist, eventuell sogar den Stadtpark in die Aktivitäten mit einzubeziehen.

Mit der Schülerbetreuung der Melibokusschule klappt die Zusammenarbeit bereits sehr gut. Die Kinder besuchen die Spielerei jeweils an einem Nachmittag in der Woche. Verständlich: Langeweile kommt da keine auf.

Beibehalten will die Spielerei die wöchentliche Präsenz im Mehrgenerationenhaus der Caritas in Bensheim, die Spieleabende an jedem zweiten Freitag im Monat und die Spielnachmittage für Kinder aus aller Welt. Zweimal jährlich stehen weiterhin Spieleturniere auf dem Programm. Am 2. April findet in der Heidenberghalle in Gadernheim von 11 bis 20 Uhr ein Spielefest für Kinder, Familien und Erwachsene statt.

Die Öffnungszeiten der Spielerei Bergstraße wurden teilweise an jene der Stadtbücherei angepasst. Die Ausleihe ist Dienstag, Donnerstag und Freitag von 16 bis 18 Uhr geöffnet sowie Mittwoch von 10 bis 12 Uhr.

© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 20.03.2017

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