Bad Mergentheim.
Beim Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs präsentieren sich am 19. Februar ab 15 Uhr die Schulsieger aus dem Süden des Kreises. Die Veranstaltung im Kulturforum Bad Mergentheim ist öffentlich.
Zum 54. Mal veranstaltet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels diesen Wettbewerb in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen. Er zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.
Rund 620 000 Schüler beteiligen sich jedes Jahr. Schon im letzten Herbst haben sich Schüler in ihren Schulen für die regionalen Entscheide qualifiziert - den Siegern im Landesentscheid winkt die Teilnahme am Bundesfinale in Berlin am 19. Juni (www.vorlesewettbewerb.de).
Erstmals findet der Kreisentscheid getrennt für den Süden und den Norden statt, dafür treten jetzt die Haupt-/Werkrealschulen mit Realschulen und Gymnasien an. Als Grund dafür nennt der Veranstalter, dass es diese Trennung der Schularten schon in den sechsten Klassen bundesweit nur noch selten gibt. Beteiligt sind in Bad Mergentheim das Lernhaus Ahorn, aus Bad Mergentheim Eduard-Mörike-Schule, Ottmar-Schönhuth-Schule, Kopernikus-Realschule, St.-Bernhard-Realschule und Deutschordens-Gymnasium, aus Boxberg die Hauptschule und die Realschule, aus Creglingen die Hauptschule, die Johann-Adam-Möhler-Schule Igersheim, das Bildungszentrum Niederstetten und das Gymnasium Weikersheim. Die Teilnehmer wählen aus der erzählenden Literatur jeweils ihr Lieblingsbuch aus, stellen es vor und lesen eine Textstelle daraus. Beim Kreisentscheid muss man zusätzlich einen Abschnitt aus einem unbekannten Buch vortragen.
Die teilnehmenden Kinder, so der Veranstalter, "stärken ihre sozialen und sprachlichen Kompetenzen: Textverständnis, Eigenständigkeit und Medienkompetenz werden durch die selbständige Buchauswahl und die intensive Vorbereitung erweitert". Das Sprechen vor Publikum fördere Selbstbewusstsein, Präsenz und Kommunikationsfähigkeit aller. Sie "lernen das aktive Zuhören und steigern ihr Konzentrationsvermögen". In den Wettbewerbsveranstaltungen begegneten sich zudem lesebegeisterte Kinder und lernten die Vielfalt der aktuellen und klassischen Jugendliteratur kennen. Durch den Wettbewerbscharakter würden zwar besondere Vorleseleistungen ausgezeichnet, aber es gehe nicht nur ums Gewinnen. Schon die Teilnahme am Klassenentscheid fördere die Lesemotivation der Kinder durch die selbständige, intensive und kreative Beschäftigung mit Büchern. Der Kreisentscheid ist öffentlich, Freude des Lesens und der Jugend sind willkommen. peka