DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

 

Donnerstag, 24.07.2014

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden

Radaranlage Löffelstelzen/Oberbalbach: Modernisierungsmaßnahme begonnen / Radarsensor „Batman“ außer Betrieb genommen

Ende einer Ära und „Schritt nach vorn“

Von unserem Mitarbeiter Peter D. Wagner

Der rund 96 Quadratmeter umfassende Antennenreflektor.

© Peter D. Wagner

Radarstellung Löffelstelzen-Oberbalbach mit Schutzhülle ("Radom"), unter der sich die Radarantennenanlage befindet.

Die Basis der insgesamt rund 11 Tonnen schweren Radarantennenanlage.

"Countdown" zur Abschaltung der Radarsensoranlage in der Radarstellung.

Löffelstelzen/Oberbalbach. "Das Ende einer Ära" und "Mit kleinen Schritten den Sprung nach vorne wagen" - unter diesem Motto wurde im Rahmen eines offiziellen Festakts am Montag der Radarsensor der Radarstellung Löffelstelzen-Oberbalbach nach 42 Betriebsjahren außer Dienst genommen, um in den kommenden Monaten durch eine modernere technischen Anlage ersetzt zu werden.

An dem Festakt nahmen zahlreiche Ehrengäste teil, unter ihnen der stellvertretende Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 1, Oberstleutnant Manfred Mengis, Thomas Maertens, Bürgermeister der Stadt Lauda-Königshofen, Ortsvorsteher Joachim Markert und Stadt- und Ortschaftsrat Christian-Andreas Strube aus Oberbalbach, auf dessen Gemarkung die Radarstellung liegt, sowie Vertreter der Luftwaffe und von Vertragspartnerunternehmen der Luftwaffe.

Üblicherweise wird mit einem "Countdown" ein Start eingeläutet, nicht so jedoch am Mittwoch in der Radarstellung Löffelstelzen-Oberbalbach, als Oberleutnant Christian Heintz, Zugführer des Abgesetzten Technischen Zugs 134, dem die Anlage unterstellt ist, nach Erhalt des Abschaltbefehls von Mengis, die letzten 90 Sekunden herunterzuzählen begann. Nach einer letzten Gedenkminute in dieser verbleibenden Zeit wurde der Radarsensor "Batmann" des Typs "Medium Power Radar (MPR)" von Stabsfeldwebel Detlef Zinn, Trupp- und Geräteführer beim Abgesetzten Technischen Zug 134, endgültig abgeschaltet.

Die Radarstellung Löffelstelzen-Oberbalbach des Abgesetzten Technischen Zugs 134 ist derzeit noch dem Einsatzführungsbereich 1 unterstellt, der in der Zollernalb-Kaserne in Meßstetten stationiert ist.

In ihrer Verantwortung steht die Überwachung des süddeutschen Luftraums in Koordination mit weiteren Radarstationen der Luftwaffe sowie mit den südlichen Nachbarstaaten Deutschlands.

Der jetzt außer Dienst gestellte Radarsensor "Batmann" des Typs "Medium Power Radar (MPR)" zählte zu einem von sechs dieses Typs in Deutschland.

Bis zu seiner Abschaltung leitstete die Anlage rund 317 800 Antennenstunden, was einem dauerhaften Betrieb von 36,27 Jahren entspricht. Die übrigen Zeiten bildeten unter anderem Abschaltzeiten, Umbaumaßnahmen, Wartungsarbeiten und Ausbildungszeiten.

Trotz seiner Bezeichnung als Radar "mittlerer" Leistung galt das MPR mit einer Impulsleistung von 20 Megawatt als der mit Abstand leistungsstärkste Luftverteidigungsradartyp Deutschlands.

Der bisherige Radarantennenreflektor umfasste bei einer Breite von über 16 Metern und einer Höhe von rund sechs Metern eine Fläche von rund 96 Quadratmetern bei einem Gewicht von über 3,8 Tonnen (Gesamtgewicht der gesamten Radaranlage etwa elf Tonnen).

Die Anlage befindet sich unter einer geschlossenen Radarkuppel, einem so genannten Radom, das die Radarantennen vor Wettereinflüsse wie Wind und Regen schützt.

Die bisherige "MPR"-Technik wird im Rahmen eines Beschaffungsprogramms für "Aktives Radarrundsuchgerät für den Einsatzführungsdienst" (ARED) durch ein neues System "Ground Master 406 F" zum Gerätestückpreis von 21 Millionen Euro abgelöst.

Dieses neue 3D-Großraumradar zur Luftraumerfassung und -verteidigung mit digitaler Formung des Antennendiagramms soll eine Zielerfassung von sehr großen bis geringen Flughöhen bieten und weniger störanfällig sein.

Die Umrüstung in der Radarstellung Löffelstelzen-Oberbalbach soll bis Anfang 2014, die komplette Umrüstung aller sechs militärischen MPR-Radaranlagen 2015 abgeschlossen sein. pdw

[mehr...]

Die Außerbetriebnahme dieses zwar ältesten, aber dennoch immer zuverlässigen Typs nach über vier Jahrzehnten erfolge insbesondere für viele ältere und länger dienende Soldaten und Angehörige des Zuges nicht ganz ohne Wehmut, betonte Heintz. Damit gehe nicht nur eine schöne Vergangenheit mit der bisherigen Anlage zu Ende, sondern müsse sich die Dienststelle auch für zehn bis elf Monate aus der integrierten Luftverteidigung abmelden.

Der Terminplan sehe unter anderem bis Anfang April eine Demontage aller Komponenten einschließlich Antenne und Schutzhülle, die Neuinstallation bis Dezember sowie ein anschließendes Training mit Einsatzprüfung bis Anfang 2014 vor.

Mit dem Projekt trage man Forderungen nach einem modularen und servicefreundlichen Aufbau unter Verwendung handelsüblicher Hardware mit erhöhter Wirtschaftlichkeit Rechnungen, erklärte der Zugführer.

"Wir leiten mit dieser Maßnahme zumindest schon einmal im Einsatzführungsbereich 1 eine neue Ära ein und setzten bereits eine Wegmarke für die vor uns liegende Neuausrichtung mit der bevorstehenden Auflösung unserer vorgesetzten Dienststelle und der anstehenden Fusionierung mit dem Einsatzführungsbereich 2 in Erndtebrück", meinte Heintz zu den bevorstehenden Veränderungs- und Umstrukturierungsprozessen bei den Einsatzführungsbereichen der Luftwaffe.

Trotz aller Wehmut sei der Lauf der Zeit und der moderneren Technik nicht aufzuhalten, betonte Mengis, der Grußworte des amtierenden Kommandeurs des Einsatzführungsbereichs 1, Oberstleutnant Volker Engelmann, überbrachte. Zudem dankte der Oberstleutnant und stellvertretende Kommandeur allen Beteiligten für ihren Einsatz zum reibungslosen Funktionieren der Radaranlage in ihren 42 Jahren.

Das Gerät erwecke trotz seines Alters den Eindruck, als könne es sich noch weitere 50 Jahre drehen, meinte Bürgermeister Thomas Maertens. Sowohl der zukünftigen technischen Anlage als auch dem Technischen Zug wünschte er einen weiterhin störungs- und unfallfreien Dienst. Darüber hinaus erinnerte der Bürgermeister an die lange Verbundenheit zwischen der Luftwaffe und der Stadt Lauda-Königshofen, die man auch nach Aufgabe der Kaserne in Lauda im Jahre 2004 weiterhin unterstütze und pflege. Da der jetzige Tag der Außerbetriebnahme des alten Gerätes keinen Schließungstermin bedeute, sei er trotz aller Wehmut für die Stadt ein guter Termin, da mit der Modernisierung eine Entscheidung, die Anlage aufrecht zu erhalten, einhergegangen sei. Nachdem die Stadt 2004 rund 1000 Einwohner verloren habe, freue man sich über jeden hinzuziehenden Bürger.

Ortsvorsteher Markert überreichte als Zeichen der freundschaftlichen Verbundenheit und als Dank für die gute Zusammenarbeit zwischen dem Bundeswehrzug und Oberbalbach an Heintz ein Relief des Oberbalbacher Schutzheiligen St. Georg. Nach ihrer Abschaltung konnte die Radarantennenanlage von den Festaktgästen bei einer Führung nochmals eingehend besichtigt werden.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 14.02.2013
  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Das Wetter in der Metropolregion

Mannheim - Prognose für 21 Uhr

17°

Das Wetter am 24.7.2014 in Mannheim: leicht bewölkt
MIN. 16°
MAX. 28°
 
 
 

Luisenpark Mannheim

Parkfest-Eintritt sorgt immer noch für Zündstoff

Die einen halten die Eintrittspreise für das neu konzipierte Parkfest im Luisenpark am 16. August für vollkommen überteuert, die anderen weisen auf das große Bühnen-Programm mit vielen bekannten Künstlern hin: Das Thema wird immer noch kontrovers diskutiert. [mehr]

Sport

Auf zwei Standbeinen in die Zukunft

Lampertheim. In der Jahnhalle ist es heiß. Die Luft scheint förmlich zu stehen. Jede noch so kleine Bewegung zieht einen Schweißausbruch nach sich. Und doch wuselt es an diesem Montagabend vor Sportlern. Sie hängen an der Sprossenwand, reihen am Reck Klimmzug an Klimmzug und verziehen bei den Dips… [mehr]

BA

Odenwaldschule

Eltern stellen sich entschieden hinter die OSO

Bergstraße. Angesichts der neuesten Entwicklungen um die Odenwaldschule melden sich die Elternvertreter der Einrichtung im Heppenheimer Stadtteil Ober-Hambach erneut zu Wort. In einer gestern verbreiteten Erklärung machten sie klar: Sie stehen entschieden hinter der Schule. [mehr]

SZ

Lokalsport SZ

Daumen drücken für Deutschland

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien liegt zwar schon knapp zwei Wochen zurück, doch passend zur Aktion "300 Paar Kickschuhe für Sri Lanka" erreichte die Redaktion eine Meldung aus dem Schwetzinger Waisenhaus aus eben jenem Land. Kanishka Dulshan (Bild), einer der betroffenen Jungs, meldete… [mehr]

FN

„Unser Dorf hat Zukunft“

Hirschlanden hat die Jury überzeugt

Hirschlanden. Der Kreisentscheid zum 25. Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - 2013 bis 2016" ist abgeschlossen: Sieger ist Hirschlanden, ein Ortsteil der Gemeinde Rosenberg. Das teilte Landrat Dr. Achim Brötel gestern im Rahmen der Kreistagssitzung in Mudau mit. Den zweiten Platz nimmt Mülben… [mehr]

Beilage "Klasse 5"

Wohin nach der Grundschule?

Die weiterführenden Schulen im Steckbrief. Eine Beilage zur Ausgabe Ihrer Zeitung vom 7. Februar 2014.

Wissenstests

Gesucht: Kenner der Region!

Ob Nachrichten aus Rhein-Neckar oder die regionale Weinszene - wie gut wissen sie Bescheid? Wöchentlich erwarten sie neue herausfordernde Wissenstests. Zeigen Sie, dass Sie ein Kenner der Region sind!

Spezial

Bauprojekte in der Mannheimer City

Q6/Q7, Prinz-Haus, Bankpalais, Plankenumbau: Die Mannheimer City befindet sich im Umbruch. Wir fassen die Berichterstattung zu den Projekten in einem eigenen Portal zusammen. [mehr]

Hier geht's zum Spezial!

"MM"-Kunstauktion

Heimat unter dem Hammer

Er macht es mit Witz und Charme, drängt mal ein bisschen, lässt aber dann doch den Leuten wieder Zeit, noch einmal in den Geldbeutel zu schauen, noch mehr herauszuholen: Auktionator Dr. Thomas Nörling von "Kunst und Kuriosa Heidelberg" versteigerte bei der "MM-Kunstkantine" 17 Kunstwerke zugunsten… [mehr]

Kontakt

Möchten Sie sich an die Redaktion wenden?

Sie wollen Kritik oder Lob loswerden? Sie haben interessante Themen für uns? Hier finden Sie die Ansprechpartner der jeweiligen Redaktionen, ihre Telefonnummern und E-Mail-Adressen. [mehr]

Kontakt & Service

Redaktion

E-Mail an ...

 

Abo

 

Anzeigen

 

Veranstaltungen

 

Kundenservice

Telefon: 0621 392-2200

(Mo-Fr: 7-17 Uhr; Sa: 8-12 Uhr; So: 9-12 Uhr)

Telefax: 0621 392-1400

E-Mail: per Kontaktformular

oder besuchen Sie eines unserer Kundenforen.

Veranstaltungen

Veranstaltungen SUCHEN

Partys, Ausstellungen, Weinfeste und Sport-Events. Unsere Veranstaltungsdatenbank weiß, was im Rhein-Neckar-Dreieck passiert.

 

Veranstaltungen MELDEN

Sie möchten uns Ihre Veranstaltung melden, schicken Sie uns eine E-Mail:

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR