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Am Donnerstag will die Odenwaldschule neue Zahlen im Missbrauchsskandal vorlegen. (Bild: dpa)
Heppenheim. Nach dem Bekanntwerden von sexuellem Missbrauch an der Odenwaldschule in Heppenheim untersucht das renommierte Internat das Ausmaß der Übergriffe. Dazu müssten Faxe, E-Mails, Briefe und Telefonate ausgewertet werden, sagte Sprecherin Gertrud Ohling-von Haken. Ergebnisse sollen am Donnerstag vorgestellt werden. Bis dahin bleibe es seitens der Schule zunächst bei den erwähnten 24 Fällen aus den 1970er und 80er Jahren. Darunter sei auch eine Frau. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Die Odenwaldschule hatte gestern Briefe an rund 900 ehemalige Schüler verschickt. Über Reaktionen darauf wurde zunächst nichts mitgeteilt. Der stellvertretende Schulleiter Uwe Koltzsch sagte allerdings, im Sekretariat gingen viele Anrufe ein. Die Schule hatte eine telefonische Hotline für Opfer angekündigt. Direktorin Margarita Kaufmann rief ehemalige Schüler auf, sich im Falle eines Missbrauchs zu melden. Es stehe auch eine Rechtsanwältin bereit. Für Ende März ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Privatschule geplant, auf der auch personelle Konsequenzen besprochen werden sollen. (dpa)
Bergsträßer Anzeiger
09. März 2010
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