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Was Schüler und Lehrer berichten

Von unserer Mitarbeiterin Christina Jost-Mallrich

Berufsbildende Schule

"Wir hatten Unterricht, dann ging der Feueralarm los. Wir mussten uns außerhalb des Schulgeländes treffen. Uns wurde gesagt, dass wir nicht in die Nähe der Werkstatt gehen sollen", erzählte Abdulvahid Kahraman, 19-jähriger Schüler des technischen Gymnasiums der Klasse 12.

"Ich war nicht direkt betroffen. Natürlich mussten wir uns nach dem Feueralarm an den Parkplätzen treffen. Ich finde es traurig, dass so etwas passiert", meinte Julian Jubin, 16-jähriger Schüler der Berufsfachschule.

Vier junge Männer, die nicht namentlich genannt werden wollten berichteten: "Den getöteten Lehrer kennen wir. Er ist der Lehrer der Parallelklasse. Er war dafür bekannt, sehr streng zu sein."

Anne-Franck-Realschule

Schulleiter Dieter Baust: "Wir haben zwei bis drei Schüler von der BBS aufgenommen, doch die sind schon wieder gegangen. Heute Morgen hat mich gegen 10 Uhr der Polizeikontaktbeamte angerufen und mir mitgeteilt, dass es eine Amokdrohung in der benachbarten Schule gäbe. Daraufhin haben wir nach dem Notfallplan sofort die Schule geschlossen. Alle 630 Schüler und 47 Lehrer bleiben in der Schule, bis die Polizei offiziell Entwarnung gibt."

Konrektor Jochen Schuff: "Wir haben die Fürsorgepflicht für unsere Schüler. Nach dem Notfallplan sind wir zu einer der Sammelstellen. Ich bin relativ ruhig, weil die Bedrohungssituation nicht bei uns ist. Wir werden das alles Morgen im Unterricht thematisieren. Das gehört auch zu unserem erzieherischen Auftrag."

"Ich bin total aufgeregt. Ich bin sehr dankbar, dass die Schule so gut reagiert hat und einfach "die Schotten dicht" gemacht hat", sagte Mutter Dilek Boyaliogullari. Sie wartete auf ihre 17-jährige Tochter Aylin.

Eine Großmutter wartete ebenfalls auf 14-jährige Enkelin: "Ich habe schon Gänsehaut, dass es in Ludwigshafen auch losgeht. Es ist schon ein Drama."

"Ich bin wirklich froh, dass ich meinen Sohn jetzt heimholen kann. Es ist schon ein Unbehagen, wenn so etwas in der Nähe passiert", sagte Petra Gehrmann, Mutter.

Sohn Alexander Gehrmann, 15-jähriger Schüler der Klasse 9c: "In der Schule war insgesamt Ruhe. Einige Schüler waren dennoch nervös und angespannt. Die Lehrer haben alles im Griff gehabt und es herrschte keine Panik. Ich war gelassen, da es ja uns nicht betroffen hat."

18. Februar 2010

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