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Mannheim. Etwa 30 Umweltaktivisten haben heute in Mannheim einen mit Steinkohle beladenen Güterzug gestoppt. Der Zug mit 44 Waggons sollte das Großkraftwerk Mannheim (GKM) mit Kohle versorgen und werde für mindestens eine Stunde am Weiterfahren gehindert, sagte ein Sprecher der Gruppe. Mit der Aktion solle gegen den Neubau eines 900-Megawatt-Kohlekraftwerkes in Mannheim protestiert werden. Bei den Aktivisten handele es sich nicht um Mitglieder einer bestimmten Umweltorganisation, sondern um unabhängige Umweltschützer.
Die Stadtspitze befürwortet einen Kraftwerksbau, weil sie nach dem gesetzlich vereinbarten Abschalten der Atomkraftwerke ansonsten eine Stromlücke befürchtet. Kritiker bemängeln hingegen, dass durch den neuen Kohlekraftwerkblock - ein Bauantrag liegt noch nicht vor - noch mehr Kohlendioxid in die Luft gelangt. "Es ist nicht mehr zu leugnen, dass der Klimawandel maßgeblich durch das fossile Energiesystem verursacht wird", sagte ein Sprecher. Der Neubau von Kohlekraftwerken sei daher unverantwortlich. (dpa)
19. Mai 2008
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