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Die Zeiten sind dramatisch, und der angekündigte Arbeitsplatzabbau in der Region schlägt sich auch im "MM"-Bürgerbarometer nieder. Die Arbeitslosigkeit ist wieder das wichtigste Thema in der Stadt, die Menschen nennen die Lage auf dem Job-Markt als das drängendste Problem. 24 Prozent setzten den Kampf für mehr Beschäftigung ganz oben auf die Liste der Fragen, um die sich die Kommune kümmern sollte.
Dabei verfügt die Stadt nur über ein begrenztes Instrumentarium, um gegensteuern zu können. Konjunkturprogramme, kommunale Beschäftigungsförderung lauten hier die Schlagworte. Den Menschen ist dies bewusst, sie wissen, dass vor allem der Bund gefordert ist. Im deutschlandweiten Politbarometer ist die Zahl derer, die die Arbeitslosigkeit auf den ersten Platz der wichtigen Themen setzen, deshalb auch mit 46 Prozent fast doppelt so hoch.
Vor allem die Wähler der Mannheimer Liste (31 Prozent) nennen dieses Problem, etwas weniger die Anhänger von CDU (24) und SPD (23). Es sind gerade die Männer zwischen 39 und 59 und in führenden Positionen, die die Arbeitslosigkeit umtreibt.
Einen dramatischen Einbruch gab es bei der wirtschaftlichen Stimmung. 55 Prozent der Befragten sagen heute, dass es mit der Mannheimer Wirtschaft eher abwärts gehen werde. Das sind 23 Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Nur noch sechs Prozent der Bürger glauben, dass es bald aufwärts gehen werde. "Diese Zahlen überraschen nicht", sagt Matthias Jung, Vorstand von der Forschungsgruppe Wahlen. Schließlich habe sich die Konjunktur im April vergangenen Jahres noch auf einem Höhenflug befunden. Jetzt steckt Deutschland in der tiefsten Rezession seit 80 Jahren. Besonders die Menschen zwischen 39 und 59 Jahren blicken pessimistisch in die Zukunft. Und dies vor allem in den nördlichen Stadtteilen.
Außer beim Arbeitsmarkt sehen die Bürger vor allem beim Straßenbau in der Stadt Handlungsbedarf. Dieses Thema wird mit 18 Prozent am zweithäufigsten genannt. Bildung und Schule ist für Grünen- und FDP-Wähler ein drängendes Problem, während sich um die Sauberkeit in der Stadt die ML-Anhänger Sorgen machen. Die städtische Verschuldung spielt auf Rang neun kaum noch eine Rolle. stew
04. Mai 2009
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