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Anke Philipp über die avisierten Planken-Pläne
Keine Frage: Für die Mannheimer steht der Planken-Umbau nicht gerade oben auf ihrem Wunschzettel: Zwei Drittel sind von der Notwendigkeit der Maßnahme nicht überzeugt. Das ist bitter. Denn: Die Planken als Mannheims Vorzeige-Einkaufsmeile brauchen dringend eine Verschönerungskur. Gerade wenn man im Wettbewerb bestehen will, dem Riesen-Einzelhandelsprojekt über dem Rhein in Ludwigshafen "offen" Paroli bieten möchte, muss man eine modern anmutende, schicke Aufenthaltszone schaffen, die attraktiv ist. Mit dem städtebaulichen Entwurf der Architektengruppe Holl/Bezzenberger hat die Stadt eine gute Grundlage, um schnell weiter zu planen - wobei allerdings völlig unklar ist, wie das ganze Vorhaben später finanziert werden kann. Vor dem Hintergrund angespannter Haushaltslagen wird man sich die ganz große Lösung wohl abschminken können.
Die größte Herausforderung ist aber, für mehr Akzeptanz und Verständnis zu sorgen. Handel, Stadt und Politik sind da gleichermaßen gefragt, Überzeugungsarbeit zu leisten. Weitere Herausforderung wird sein, die Bauarbeiten intelligent zu planen, um zu verhindern, dass Kunden während des Umbaus ins Umland abwandern. Anregungen, wie man dies durch gute Öffentlichkeitsarbeit schaffen kann, bieten andere Kommunen. Grundlage ist eine offene Informationspolitik, die von den Geschäftsleuten mitgetragen werden muss. In der Breiten Straße hat die Stadt da schon Erfahrungen im Krisenmanagement gesammelt. Mit dem Entwicklungskonzept Innenstadt gibt es jetzt zudem ein Forum, dass alle als Austauschplattform nutzen können.
Mannheimer Morgen
04. Mai 2009
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