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Von unserem Redaktionsmitglied Anke Philipp
Am Dienstag gibt es Ergebnisse zum Thema Sicherheit
Die Mannheimer lieben ihre Planken und sind mit deren Erscheinungsbild durchaus zufrieden: Laut "MM"-Bürgerbarometer halten zwei Drittel die von Stadt und Einzelhandel geplante Erneuerung für "nicht notwendig" (69 Prozent). Lediglich 29 Prozent der Bürger sind der Überzeugung, dass eine Verschönerungskur in der City dringend nötig sei. Dieses Ergebnis erbrachte unsere Exklusivumfrage, für die die Forschungsgruppe Wahlen zwischen 20. und 24. April 1016 Bewohner telefonisch befragte.
"Die Mannheimer sind offensichtlich mit ihren Planken nicht so unzufrieden", interpretiert Annette Mayer vom Meinungsforschungsinstitut die repräsentativen Ergebnisse. Hinsichtlich des Alters oder der Herkunft gebe es kaum signifikante Unterschiede. Ob Alt oder Jung, ob Neckarstädter oder Neckarauer: "Die Sanierung der Planken wird nicht als notwendig erachtet". In allen sozialen Gruppen bestünde da große Einigkeit. Auch hätten die Menschen ein Gespür dafür, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten andere Prioritäten gesetzt werden müssten.
Wenn die Planken dennoch erneuert werden, was die Stadt vorhat, dann plädieren die meisten Befragten für mehr Grün: 67 Prozent sprachen sich dafür aus. Und auch da seien sich alle Altersgruppen einig, sagt Mayer. Selbst die Jüngeren ziehen eindeutig eine Gestaltung mit Bäumen anderen Elementen wie etwa Sitzbänken (31 Prozent), dem Straßenbelag (23 Prozent) oder Laternen (10 Prozent) vor.
Interessant ist ein Vergleich mit der Breiten Straße, die 2007 erneuert wurde: Hat sich deren Gesamtbild nach der Aufwertung verbessert? Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent sagt dazu Ja, und ist auch nach zwei Jahren Erfahrungen mit dem durchaus umstrittenen Bodenbelag dennoch der Meinung, dass sich das Aussehen zum Positiven verändert habe (11 Prozent sagen stark verbessert, 40 Prozent etwas verbessert).
Diese Werte seien für solch ein Projekt und nach dieser Zeit "ganz in Ordnung", findet Annette Mayer. Die Meinungsforscherin macht allerdings eine Differenzierung nach Altersgruppen auf: Je jünger die Befragten desto mehr Zustimmung, Ältere würden tendenziell eher weniger Veränderungen erkennen. Insgesamt sind 30 Prozent sogar der Meinung, dass sich in der Breiten Straße gar nicht viel getan habe, zehn Prozent der Mannheimer nehmen eine Verschlechterung am Aussehen im öffentlichen Raum wahr.
Die Stadt treibt derweil die Neugestaltung der Planken voran, hat den Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs, Dr. Hartmut Holl, beauftragt. Gespräche mit den Preisträgern, zu denen auch die Darmstädter Landschaftsarchitektin Angela Bezzenberger und der Lichtplaner Uwe Knappschneider gehören, finden zurzeit statt. Der Umbau ist ab 2010 geplant. Die Architekten haben sich Raum-Figuren einfallen lassen. Sie wollen die Planken samt Querverbindungen in die Quadrate wieder klarer ordnen sowie die Parallelstraßen für Fußgänger besser erlebbar machen.
Mannheimer Morgen
04. Mai 2009
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