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Mannheim erwartet, dass Carl Benz künftig wieder im Konzern-Name Daimler-Benz auftaucht. Ein entsprechendes Schreiben von Oberbürgermeister Gerhard Widder an den Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche ging gestern bereits per Fax raus, bevor der Gemeinderat sich noch einstimmig für die Resolution des OB stark gemacht hat.
"Der stolze Name ist damals 1998 nach der Fusion mit Chrysler untergegangen. Das haben wir alle sehr bedauert. Wenn jetzt die Namensgebung für das Unternehmen erneut ansteht, erwarten nicht nur die Mitarbeiter im Werk auf dem Waldhof, sondern ganz Mannheim, aber auch Ladenburg und die gesamte Metropolregion, dass Carl Benz wieder seinen gebührenden Platz erhält", erklärte Widder. Der Mannheimer Erfinder habe schließlich durch den Bau seines Motorwagens einen bedeutenden Beitrag zur Wirtschafts- und Technikgeschichte geschrieben. Sollte der Konzern nun darauf verzichten wollen, werde dies auch der Firmengeschichte nicht gerecht.
Ähnlich wie der im August aus dem Amt scheidende Gerhard Widder sehen dies auch seine potenziellen Nachfolger, die drei aussichtsreichsten Mannheimer OB-Kandidaten. "Carl Benz ist Teil unserer Identität - und sein Name hat auch Logik für den Konzern. Das Unternehmen sollte sich zu seiner Geschichte bekennen", betonte Peter Kurz (SPD).
Ingo Wellenreuther (CDU) hatte bereits zur DaimlerChrysler-Hauptversammlung Anfang April gefordert, "Carl Benz im Firmennamen wieder zu verankern" und Ministerpräsident Günther Oettinger gebeten, dieses Ziel bei der Konzernleitung zu unterstützen. Wolfgang Raufelder (Grüne) erklärte: "Der Name Benz ist wichtig, noch wichtiger jedoch ist der Erhalt von Arbeitsplätzen im Werk auf dem Waldhof." tan
Mannheimer Morgen
16. Mai 2007
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