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Familien in Mannheim
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Viel Platz zum Spielen, Lernen und Spaß haben

An Kindergärten mangelt es nicht, aber an der Flexibilität

Von unserem Redaktionsmitglied Heiko Brohm

Mannheim. Es ist eine schöne Vorstellung, die diesem Namen zugrunde liegt: Der Kindergarten heißt so, weil, so der Erfinder des Namens Friedrich Fröbel, Kinder in ihrer Entwicklung eben gepflegt werden müssten wie junge Pflanzen im Garten. Aber natürlich hat der Kindergarten in den vergangenen Jahrzehnten viele Aufgaben übernommen: als Betreuungseinrichtung, während die Eltern arbeiten, als Integrationsort für Kinder mit Migrationshintergrund und natürlich ganz aktuell als Bildungseinrichtung.

8110 Kindergartenplätze gibt es in Mannheim, die meisten bieten die Kirchen (katholisch: 2500, evangelisch: 2700) an, dann folgt die Stadt selbst mit rund 2500. Zudem gibt es die verschiedensten anderen Träger in Mannheim: zum Beispiel zwei Waldorfkindergärten, einen Waldkindergarten, Elterninitiativen wie der Kinderladen Sterntaler in der Neckarstadt, oder der Regenbogenkindergarten für behinderte und nichtbehinderte Kinder. Alle Anbieter zusammen erreichen in Mannheim eine Versorgungsquote von 92 Prozent. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede in den Stadtteilen.

Nicht jedes Kind kommt in seine "Wunscheinrichtung"

Trotz des bestehenden Rechtsanspruchs auf einen Platz bedeutet dies, dass nicht jeder unbedingt in seinem Stadtteil fündig wird - und erst recht nicht unbedingt in seiner "Wunscheinrichtung". Engpässe gibt es zurzeit etwa in der Neckarstadt-Ost. Zudem berichten alle Träger, dass die Zahl der Eltern, die einen Ganztagesplatz sucht, ständig steigt. Das Angebot wächst mit, allerdings nicht im gleichen Tempo. Immer wieder bemängeln Eltern zudem die Öffnungszeiten der Kindergärten. Fast alle Angebote enden spätestens um 17.15 Uhr, freitags oft früher. Für viele berufstätige Eltern ist das aber zu früh, selbst wenn sie nur Teilzeit arbeiten, dies aber nicht halbtags, sondern eben tageweise tun. Schon lange hat man darauf etwa am Klinikum reagiert. Hier bietet die Stadt einen Kindergarten an, der alle zwei Wochen bis 20 Uhr und samstags geöffnet hat, angepasst an die Dienstpläne besonders des Pflegepersonals. Doch noch sind solche Angebote eine Seltenheit - weil sie zusätzliches Geld kosten.

Inhaltlich müssen alle Einrichtungen nach dem Orientierungsplan des Landes Baden-Württemberg arbeiten, eine Art Lehrplan für Kindergärten. Er betont besonders die Kinderperspektive und die Bedeutung des spielerischen Lernens. Zur Anmeldung müssen sich die Eltern wie bei den Krippen vor Ort an die Einrichtungen wenden.

24. August 2010



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