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Mannheim.Wer glaubt, Kinderkrippen seien bei uns erst in den vergangenen Jahren entstanden, der wird hier eines Besseren belehrt. In dem Flachdachbau an der Marienburgerstraße auf der Schönau ist seit 50 Jahren eine Krippe untergebracht. Früher spielten hier 50 Kinder, heute betreuen die Mitarbeiterinnen 30 Kleine zwischen acht Wochen und drei Jahren, aufgeteilt in drei Gruppen (Bilder oben und rechts). "Wir wollen selbstständige, selbstbewusste Kinder erziehen", sagt Uta Lucke, Leiterin der städtischen Einrichtung. In einer Krippe werde sowieso stark auf die individuellen Bedürfnisse der Kleinen eingegangen, Gruppenarbeit wie später im Kindergarten sei in dieser Form noch nicht möglich.
Neun Erzieherinnen und eine Praktikantin im beruflichen Anerkennungsjahr kümmern sich um die Kinder. Das Haus bietet neben Betreuungsarbeit auch ein Eltern-Kind-Zentrum, hier werden viele Angebote auch für solche Familien gemacht, die ihren Nachwuchs nicht zur Betreuung bringen. So schnell wie möglich soll für das Zentrum auch ein Anbau her, denn der Platz wird langsam knapp.
Der Betrieb in der Krippe läuft "teiloffen" ab, sagt Lucke. Das bedeutet, dass die Kinder zu bestimmten Zeiten, etwa dem Essen, in ihrer festen Gruppe sind. Dazwischen aber stehen ihnen die Zimmertüren des Hauses offen, "sie entscheiden dann selbst, wo und was und mit wem sie gerade spielen möchten", so Lucke. Geöffnet ist die Krippe von 7 bis 17 Uhr, das Essen wird wie bei allen städtischen Einrichtungen fertig geliefert. (bro)
20. August 2010
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