DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Mittwoch, 23.07.2014

Suchformular
 
 
Edingen / Neckarhausen Heddesheim Heidelberg Hirschberg Ilvesheim Ladenburg Ludwigshafen Mannheim Schriesheim

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden

Südstadt: Quartier droht durch neue Bebauung seinen Charakter zu verlieren

Anwohner kämpfen um Grün

Von unserem Redaktionsmitglied Michaela Roßner

In der Görresstraße soll die Bebauung verdichtet werden. Anwohner befürchten, dass das Quartier sein Gesicht verändert - und möchten einen Baum erhalten.

© Rothe

Großzügige Gärten, hochgewachsene alte Bäume, das ganze zentrumsnah: Die Heidelberger Südstadt ist oberhalb der Rohrbacher Straße mit ihren freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern ein beschaulicher Stadtteil. Noch. Denn es gibt Nachverdichtungstendenzen.

Nachbarn sorgen sich um den Charakter des Quartiers - und fragen sich, ob vor dem Hintergrund der nur wenige Meter entfernt liegenden Konversionsflächen derartige Verdichtungen überhaupt sinnvoll sein können. Thema war das auch bei der Bürgersprechstunde gestern Abend im Heidelberger Gemeinderat.

Ingeborg Feilhauer wohnt in der Görresstraße 37. An ihrem Fenster hat sie ein Transparent angebracht. "Nee, nicht die Linde 39" steht darauf. Der Nachbar hat einen Antrag auf Doppelbebauung gestellt. Hinter dem Einfamilienhaus soll ein zweites entstehen.

"Damit wäre das Grundstück zu 70 Prozent überbaut", sorgt sich Feilhauer. Zudem soll ihres Wissens nach eine über 50 Jahre alte Linde - neben zwei Buchen - gefällt werden.

Für einen Fahrradständer soll der alte Baum weg, hat die Anwohnerin auf den Bauplänen gesehen. "Ist das verhältnismäßig?" fragt sie sich. Und stellte diese Frage gestern Abend bei der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates im Heidelberger Rathaus laut. Verbunden mit der Anfrage, ob die Stadt wohl gegen das Projekt Einwände vorbringen werde.

Stadt als Anliegerin gefragt

Denn der Kommune gehöre ein Grünstreifen - sie werde nicht nur als Planungsbehörde, sondern auch als Anliegerin befragt.

Den Anwohnern geht es nicht darum, dem Nachbarn eine Erweiterung zu missgönnen. Sie befürchten vielmehr einen "Dominoeffekt". Denn sei der Damm erst einmal gebrochen, könne weiteren Anliegern kaum mehr der erweiterte Ausbau versagt werden. "Sicher warten einige schon darauf, ihren Garten endlich versilbern zu können", vermutet ein weiterer Beobachter.

"Sensibilisieren" wollte Feilhauer mit ihrer Anfrage Gemeinderat und Rathausverantwortliche. Sie aufmerksam machen darauf, dass hier Präzedenzfälle geschaffen werden könnten. "Wäre es nicht sinnvoll, sich zum Beispiel mit einer Bebauungsplanung darüber Gedanken zu machen, wie es langfristig hier aussehen soll?"

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 07.02.2013

Kommentar schreiben

Jeder Kommentar wird mit dem Vor- und Nachnamen des Autors veröffentlicht.

Sie müssen sich einloggen, um einen Kommentar zu verfassen.

Leser-Kommentare  

Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen

    • via Facebook teilen
    • Drucken
    • Senden
     
     
    TICKER

    Gemeinderat

    Wechsel zur CDU besitzt Zündstoff

    Es ist eine Entscheidung, die Diskussionen nach sich zieht: Über die Frage, ob es moralisch vertretbar ist, bereits vor der ersten Sitzung des neuen Gemeinderats die Seiten zu wechseln. Und ob dadurch gar die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung gefördert wird. Im Mittelpunkt: Waseem Butt (Bild… [mehr]

    Das Wetter in Heidelberg

    Heidelberg - Prognose für 9 Uhr

    25°

    Das Wetter am 23.7.2014 in Heidelberg: leicht bewölkt
    MIN. 17°
    MAX. 29°
     

    Grafik

    Entwicklung des Arbeitsmarktes 2013/2014

    So haben sich die Arbeitslosenzahlen und die Arbeitslosenquote 2013 und 2014 in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg bisher entwickelt.

    Kontakt zur Redaktion Heidelberg

    Michaela Roßner Tel. 0621/392 1389
    Timm Herre Tel. 0621/392 1368
    Simone Jakob Tel. 0621/392 1328
    Ressorleitung: Martin Schulte Tel. 0621/392 1262
    Sekretariat Tel. 0621/392 1324
    Fax: 0621/392 1643

    Sie erreichen die Redaktion Heidelberg in der Zeit von 11 bis 18 Uhr.

    "MM"-Kunstauktion

    Heimat unter dem Hammer

    Er macht es mit Witz und Charme, drängt mal ein bisschen, lässt aber dann doch den Leuten wieder Zeit, noch einmal in den Geldbeutel zu schauen, noch mehr herauszuholen: Auktionator Dr. Thomas Nörling von "Kunst und Kuriosa Heidelberg" versteigerte bei der "MM-Kunstkantine" 17 Kunstwerke zugunsten… [mehr]

    Kontakt

    Möchten Sie sich an die Redaktion wenden?

    Sie wollen Kritik oder Lob loswerden? Sie haben interessante Themen für uns? Hier finden Sie die Ansprechpartner der jeweiligen Redaktionen, ihre Telefonnummern und E-Mail-Adressen. [mehr]

    Fernsehen

    Dokumentation zu Waffenbesitz in der Region

    Drei Bluttaten mit acht Toten im Rhein-Neckar-Kreis seit 2010: Alle waren mit legalen Waffen verübt worden. Das SWR Fernsehen zeigt am Mittwochabend eine Dokumentation und geht der Frage nach, ob die Waffenkontrollen ausreichend sind. [mehr]

    Mannheim

    Gemeinderat geht an die Arbeit

    Nach einer Stunde war schon alles vorbei: Die konstituierende Sitzung des neugewählten Gemeinderats verlief am Dienstag vergleichsweise unspektakulär. Befürchtete Sörungen aus der rechten Szene blieben aus. [mehr]

    Rund 3.000 Jobs, Praktika und Ausbildungsplätze in Heidelberg und Umgebung finden Sie hier

     

    DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR