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Rudern gegen Krebs: Prominente Sportler wie Olympiasieger Filip Adamski nehmen an Benefiz-Veranstaltung auf dem Neckar teil

Gewinnen bloß zweitrangig

Archiv-Artikel vom Montag, den 10.09.2012

Von unserer Mitarbeiterin Victoria Caillet

Spendengelder in Höhe von über 100 000 Euro kamen nach ersten Schätzungen dieses Jahr bei der Benefizregatta zusammen.

© Rothe

Mit dröhnenden Hupgeräuschen, lauten Anfeuerungsrufen, mitreißenden Kommentatoren und zahlreichen Ruderbooten lockt der Neckar normalerweise bei Ruderwettkämpfen - so war es auch am Samstag, doch das Gewinnen war ausnahmsweise zweitrangig. Bereits zum dritten Mal fand in Heidelberg nämlich die Benefizregatta "Rudern gegen Krebs" statt. In 38 Rennen traten 70 Boote auf der 300 Meter langen Strecke von der Alten Brücke bis zur Neckarwiese an.

Veranstaltet wurde die Regatta für Ruderamateure wie Ruderprofis von der Stiftung Leben mit Krebs - zusammen mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und der Rudergesellschaft Heidelberg 1898 e.V.. Nicht nur Hobbysportler haben sich für die Regatta in die Riemen gelegt. Filip Adamski, Olympiasieger mit dem Deutschen Achter in London, der frühere Einer-Weltmeister Marcel Hacker und die Olympia-Teilnehmerin Ronja Schütte gingen neben zahlreicher Ruderprominenz für den guten Zweck in Heidelberg an den Start.

"Über 100 000 Euro Spendengelder sind nach ersten Hochrechnungen diesmal in Heidelberg zusammengekommen", sagte Klaus Möller, Mitglied des Vorstandes der Stiftung Leben mit Krebs. "In sieben Jahren Rudern gegen Krebs hat es kein größeres Event gegeben. Es ist eine Veranstaltung der Superlative."

Sport gegen Beschwerden

Das Geld wird dem Programm "Bewegung und Krebs" am NCT Heidelberg zugute kommen. "Acht aktuelle Studien haben ergeben, dass Krebspatienten durch moderates und intensives Sportprogramm Nebenwirkungen mildern können. Dazu möchten wir das Sport- und Bewegungsangebot des Programms erhalten und weiter ausbauen." erklärte Prof. Dirk Jäger, Direktor der Abteilung für Medizinische Onkologie.

Hautnah am Ruderschlag der Sportler konnten Zuschauer auf dem Fährschiff "Lieselotte" das Geschehen verfolgen. Für ausgelassene und familiäre Stimmung am Ufer sorgte neben der mitreißenden Kommentierung der Rennen auch ein buntes Rahmenprogramm. Claus Eisenmann, Mitbegründer der Söhne Mannheims, ließ seine starke Stimme erklingen, es gab ein Mitmachlabor für Kinder am Spielplatz und eine Tombola.

Bei den Namen für ihre Teams konnten die Beteiligten ihrer Kreativität freien Lauf lassen: Hinter den HotDocs verbarg sich beispielsweise ein Team aus Medizinstudenten der Uni Heidelberg. Auch Ruderbegeisterte aus Heidelberger Rettungsdiensten, Firmen und Banken sowie ein Patiententeam gingen an den Start - als "Team Glückswürfel", "Die Altstadtfalken" oder "Team Smart Books".

Hinter dem Namen "NCT Überschallknall" versteckte sich eine der zahlreichen Rudermannschaften des NCT Heidelberg. Darunter war auch Friederike Scharhag-Rosenberger. "Kollegen haben letztes Jahr schon an der Regatta teilgenommen und davon geschwärmt. Das weckte meine Neugierde. Zumal es ja ums Mitmachen geht - und nicht ums Gewinnen."

Manches Boot bleibt liegen

Damit am Regattatag auch nichts aus dem Ruder läuft, konnte jede Mannschaft vier Trainingsstunden bei der Rudergesellschaft Heidelberg nehmen. "Rudern sieht so einfach aus. Dabei müssen so viele Dinge beachtet werden: Die Ruder müssen synchron laufen, man muss das Ruder drehen, darf sich nicht ins Gehege kommen", erklärt Scharhag-Rosenberger. Da kann es schon einmal passieren, dass beim Kinderrennen das eine oder andere Boot nicht vom Fleck kommt.

"Hier geht es nicht ums Siegen", erklärt auch Adamski und fügt an: "Jeder, der rudert, ist hier ein Sieger. Es zählt, als Team aufzutreten und gemeinsam etwas zu bewirken."

© Mannheimer Morgen, Montag, 10.09.2012

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