DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Samstag, 30.07.2016

Suchformular
 
 

Edingen / Neckarhausen Heddesheim Heidelberg Hirschberg Ilvesheim Ladenburg Ludwigshafen Mannheim Schriesheim

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken
  • Senden

Jetzt die Beweisführung!

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 21.11.2012

Von Stefan M. Dettlinger

Stefan Dettlinger

© red

Während seit Jahren immer wieder Meldungen von geplanten Theaterschließungen durch die Republik geistern, während im Zuge von Verschuldung und Schrumpfung Politiker in Rathäusern und Parlamenten den Rotstift stets bei der Hand haben, während die Besucherzahlen an den Bühnen seit vielen Jahren langsam aber sicher sinken - während all dieses passiert, eröffnen die Stadt Heidelberg und ihre Bürger einen neuen Theaterbau. Das ist als reine Tatsache eine Überraschung - und die erste Sensation. Die zweite wäre, dass Heidelberg in dem Gebäude der Darmstädter Architekten Waechter+Waechter - vor allem auch den sensiblen Umgang mit umliegender alter Bausubstanz betreffend - einen wegweisenden Bau entwickelt haben. Glückwünsche gehen einem da leicht über die Lippen.

Was Peter Spuhler vor Jahren angestoßen hatte, führte Holger Schultze konsequent und gegen einige Widrigkeiten weiter. Jetzt, wo das Theater so gut wie fertig ist und am Samstag mit der Premiere von Tschaikowskys selten anzutreffender Oper "Mazeppa" eröffnet wird, gilt es wieder der Kunst.

Denn natürlich ist ein schönes Theater nur so gut, wie die Kunst, die darin gemacht wird. Und der Druck, den das Leitungsteam nun spürt, dürfte nicht gering sein, muss jetzt doch in Qualität und (Zuschauer)-Quantität bewiesen werden, dass sich das Projekt gelohnt hat - und da sind zwei Säle mit insgesamt rund 840 zu füllenden Sitzplätzen nicht wenig für eine Stadt mit 150 000 Bürgern, zumal nebenan in Mannheim abendlich runde 1800 Theatersessel auf Sitzfleisch warten.

Nicht, dass dies alles Intendant Holger Schultze nicht zuzutrauen wäre; der Mann weiß, dass Klappern zum Geschäft gehört. Auf Dauer aber reicht das freilich nicht. Das wird auch viel Mühe machen und viel Geschick erfordern. Da Schultze auch diese Erkenntnis sicherlich bekannt ist, darf man wohl mit einigem Optimismus in die Heidelberger Theaterzukunft blicken.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 21.11.2012

Kommentar schreiben

Jeder Kommentar wird mit dem Vor- und Nachnamen des Autors veröffentlicht.

Sie müssen sich anmelden, um einen Kommentar zu verfassen.

Leser-Kommentare  

Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen

    • Drucken
    • Senden
     
     
    TICKER

    Das Wetter in Heidelberg

    Heidelberg - Prognose für 6 Uhr

    19°

    Das Wetter am 30.7.2016 in Heidelberg: leicht bewölkt
    MIN. 18°
    MAX. 28°
     

     

     
     

    Grafik

    Entwicklung des Arbeitsmarktes 2013/2014

    So haben sich die Arbeitslosenzahlen und die Arbeitslosenquote 2013 und 2014 in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg bisher entwickelt.


    Kontakt zur Redaktion Heidelberg

    Michaela Roßner Tel. 0621/392 1389
    Christian Beister Tel. 0621/392 1368
    Simone Jakob Tel. 0621/392 1328
    Martin Geiger Tel. 0621/392 1329
    Ressorleitung: Martin Schulte Tel. 0621/392 1262
    Sekretariat Tel. 0621/392 1324
    Fax: 0621/392 1643

    Sie erreichen die Redaktion Heidelberg in der Zeit von 11 bis 18 Uhr.

    Kontakt

    Möchten Sie sich an die Redaktion wenden?

    Sie wollen Kritik oder Lob loswerden? Sie haben interessante Themen für uns? Hier finden Sie die Ansprechpartner der jeweiligen Redaktionen, ihre Telefonnummern und E-Mail-Adressen. [mehr]

    Künstler

    Plakat-Kunst gegen Nazi-Hetze

    "Als Kreative sehen wir uns verpflichtet, mit unseren Mitteln ein Zeichen zu setzen." So erklärt der Heidelberger Kreativdirektor Benjamin Zierock die Idee hinter der Initiative "Wir sind ein Volk - Kreative gegen Rechts", die er im vergangenen Jahr mit dem Inhaber einer Kreativagentur, Vito Bica… [mehr]

     

    DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR