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Langer Atem nötig

Von Michaela Roßner

Abgetauchte Investoren, untergegangene Illusionen und vor allem viel Geld, das nach und nach hektoliterweise in das marode Gebäude floss: Das Alte Hallenbad war lange kein Quell' echter Freude mehr. Das ist nun vorbei: Wenn Ende des Monats im Männerbad die gastronomische Markthalle öffnet, bekommt der Stadtteil endgültig einen lebendigen Treffpunkt zurück.

Zu verdanken ist das vor allem dem langen Atem des Investors Hans-Jörg Kraus. Statt "Augen zu und durch" lautete sein Motto "geht nicht, gibt's nicht". Mancher Sportler zeigt erst auf der Langstrecke seine wahren Qualitäten. Kraus musste schon am Beckenrand einiges durchstehen: Im Juli 2007 etwa erlebte er mit, wie der Gemeinderat das Sanierungsobjekt einem anderen Investor zusprach - obwohl Kraus einer derjenigen war, die diese seit einem Vierteljahrhundert trockengelegte Immobilie wieder ins Gespräch gebracht hatten.

Kraus bekam seine Chance ein knappes Jahr später: Entnervt von der Forderung nach einer neuen, diesmal EU-weiten Ausschreibung und wohl auch ahnend, dass hier kostenmäßig ein Fass ohne Boden aufgemacht wurde, sprangen die Hockenheimer Brüder Weidenhammer ab. Kraus wagte einen Köpfer ins mehr oder weniger Ungewisse.

Er darf nun mit Recht als strahlender Sieger auftauchen: Noch viel stärker als die Glockengießer-ei und die sanierten, einstigen Klinikgebäude auf der anderen Seite der Bergheimer Straße - beides sind ebenfalls "Kraus-Gewässer" - verändert das neue Leben im Alten Hallenbad den gesamten Stadtteil immens. Liebevoll mit viel Gespür für die Historie aufgemöbelt, bekommt ein alles Stück Heidelberger Geschichte endlich wieder Oberwasser - eine erquickende Aussicht.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 19.01.2013

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