DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Dienstag, 26.07.2016

Suchformular
 
 

Edingen / Neckarhausen Heddesheim Heidelberg Hirschberg Ilvesheim Ladenburg Ludwigshafen Mannheim Schriesheim

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken
  • Senden

Klimaschutz: Beim Jugendgipfel im „Welthaus“ geht es um kluge Straßenlaternen, alte Gemüsesorten und mehr Grünflächen

Schüler gestalten Masterplan mit

Archiv-Artikel vom Freitag, den 04.10.2013

Von unserem Mitarbeiter Achim Wirths

Beim Jugendklimagipfel im "Welthaus" erarbeiten Schüler ihre Ideen für den "Masterplan Klimaschutz". Auf unserem Bild tagt die Regionalisierungs-Gruppe.

© Rothe

Beim dritten Heidelberger Jugendklimagipfel zum "Masterplan 100 % Klimaschutz" am 1. und 2. Oktober in den Räumen des BUND im Hauptbahnhof brachten 30 Jugendliche aus zwölf Schulen im Alter von 14 bis 21 Jahren ihre Ideen und Anregungen für Heidelbergs Weg zu einer klimaneutralen Kommune ein. Bei der Präsentation hatten sie dann Gelegenheit, ihre Vorschläge mit Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner zu diskutieren, dem Schirmherrn des Klimagipfels.

Heidelberg beteiligt sich als eine von 19 Modellkommunen am Klimaschutz-Masterplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Ziel ist die klimaneutrale Kommune: Bis 2050 will Heidelberg die CO2 -Emissionen um 95 Prozent reduzieren und den Energiebedarf der Kommune um die Hälfte senken. Dies will die Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erreichen.

Organisiert wurde der Jugendklimagipfel gemeinsam vom BUND, dem Institut für Energie und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) sowie der Stadtverwaltung. Im IFEU wurden im Rahmen des Projekts "SOKO Klima" Methoden entwickelt, um den Nachwuchs altersgerecht in klimarelevante Planungsprozesse auf kommunaler Ebene einzubeziehen. Diese Methoden wurden beim Jugendklimagipfel angewendet.

Masterplan

Heidelberg beteiligt sich als eine von 19 Kommunen am Klimaschutz-Masterplan des Bundesumweltministeriums.

Bis 2050 soll die CO2-Emission um 95 Prozent reduziert und der Energiebedarf um die Hälfte gesenkt werden.

Der lokale Masterplan steht auf drei Säulen: dem Heidelberg-Kreis Klimaschutz und Energie, der Bürgerbeteiligung und dem Jugendklimagipfel.

Die Bürgerbeteiligung hat am 22. Februar mit der ersten Bürgerkonferenz begonnen.

Nach der Verabschiedung des Masterplans im Gemeinderat soll ab 2014 mit der Umsetzung konkreter Vorschläge begonnen werden.

In Plenums- und Kleingruppenphasen sowie praktischen Einheiten wurden von den Schülern in vier Arbeitsgruppen erstaunliche Ergebnisse erarbeitet. Diese werden auf jeden Fall in die Prozesse einfließen und im Masterplans aufgenommen, wie OB Würzner betonte. Er lud die Jugendlichen dazu ein, dass zwei, drei Mitglieder pro Gruppe ihre Resultate beim nächsten Arbeitskreis nochmals vortragen sollen.

Würzner begeistert

Einige Besucher konnten dem Diplom-Physiker Lothar Eisenmann vom IFEU nur beipflichten, als er den tollen Erfolg nach anderthalb Tagen herausstellte, ebenso wie Würzner, der sich ganz begeistert auch über die Präsentationen äußerte. Immerhin hatte die Arbeitsgruppe "Regenerative Energie" nicht nur die Stromerzeugung von 300 Gigawatt pro Stunde mittels der Photovoltaik-Technologie vorgeschlagen, sondern auch gleich mehrere Finanzierungsmodelle vorgelegt. Landwirte müssen bei diesem Entwurf nicht um Agrarflächen bangen, denn der Potenzialatlas fand bei der Erarbeitung Anwendung.

Um "Effizienz und Suffizienz" ging es der zweiten Gruppe, wobei der Begriff Suffizienz in der Ökologie für das Bemühen um einen möglichst geringen Rohstoff- und Energieverbrauch steht. Nach den Vorstellungen der fünf Jugendlichen sollen nicht nur mehr Parks und Grünflächen entstehen, sondern auch ein Jugend-OB etabliert werden. Zudem solle die Stadt eine Vorbildfunktion übernehmen, indem der Fuhrpark auf Elektroautos umgestellt wird.

Die Konversionsflächen des Mark-Twain-Village und der Campbell Barracks bildeten die Grundlage für die Gruppe "Stadtentwicklung". Ihre Ausführungen kommentierte der OB mit: "Das ist fantastisch, das ist genau der richtige Ansatz. Ich mache hinter fast alles einen Haken." Danach soll diese Zone möglichst autofrei bleiben, der Verkehr auf jeden Fall emissionsfrei erfolgen. Von den Abwässern soll die Abwärme genutzt werden, "urban gardening" ebenso eingepflegt werden wie die ausschließliche Beleuchtung durch LED-Leuchtmittel. Diese könne man intelligent einsetzen, indem man die Straßenlaternen mit Bewegungssensoren koppelt.

Fast schon marketingstrategische Züge trug der Vortrag der "Regionalisierung"-Gruppe. Danach soll frisches und gesundes Essen zum Trend, alte Obst- und Gemüsesorten vermehrt angeboten oder Kleinbauern gestärkt werden. Dazu wurde ein Maßnahmenkatalog vorgetragen.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 04.10.2013

Kommentar schreiben

Jeder Kommentar wird mit dem Vor- und Nachnamen des Autors veröffentlicht.

Sie müssen sich anmelden, um einen Kommentar zu verfassen.

Leser-Kommentare  

Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen

    • Drucken
    • Senden
     
     
    TICKER

    Das Wetter in Heidelberg

    Heidelberg - Prognose für 9 Uhr

    25°

    Das Wetter am 26.7.2016 in Heidelberg: sonnig
    MIN. 19°
    MAX. 29°
     

     

     
     

    Grafik

    Entwicklung des Arbeitsmarktes 2013/2014

    So haben sich die Arbeitslosenzahlen und die Arbeitslosenquote 2013 und 2014 in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg bisher entwickelt.


    Kontakt zur Redaktion Heidelberg

    Michaela Roßner Tel. 0621/392 1389
    Christian Beister Tel. 0621/392 1368
    Simone Jakob Tel. 0621/392 1328
    Martin Geiger Tel. 0621/392 1329
    Ressorleitung: Martin Schulte Tel. 0621/392 1262
    Sekretariat Tel. 0621/392 1324
    Fax: 0621/392 1643

    Sie erreichen die Redaktion Heidelberg in der Zeit von 11 bis 18 Uhr.

    Kontakt

    Möchten Sie sich an die Redaktion wenden?

    Sie wollen Kritik oder Lob loswerden? Sie haben interessante Themen für uns? Hier finden Sie die Ansprechpartner der jeweiligen Redaktionen, ihre Telefonnummern und E-Mail-Adressen. [mehr]

    Limburgerhof

    Glasturm auf Kirche muss abgebaut werden

    An der Stahlbeton-Glas-Konstruktion des Zylinders auf dem Dach der Protestantischen Kirche in Limburgerhof hat der Zahn der Zeit genagt. Rost sorgte dafür, dass der Beton bröselt wie ein altes Brötchen. Folge: Der Tambour muss komplett abgebrochen werden. [mehr]

    Mannheim

    2015 weniger Kontrollen der Lebensmittelbetriebe

    Die Lebensmittelkontrolleure der Stadt Mannheim konnten 2015 weniger Kontrollen durchführen. Grund dafür waren die langwierigen Beratungen in den Betrieben zu dem neuen Allergen-Kennzeichnungsgesetz. [mehr]

    Rund 3.000 Jobs, Praktika und Ausbildungsplätze in Heidelberg und Umgebung finden Sie hier

     

    DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR