Turnfest:
Planungen für Mai 2013 laufen / Studierende der Sportwissenschaften übernehmen Projekte
Vorfreude auf Gäste und Wettkämpfe
Von unserem Redaktionsmitglied Timm Herre und Sybille Dornseiff
Beach-Volleyball wird zu den Anziehungspunkten beim Turnfest gehören - gespielt wird auf dem Messplatz in Kirchheim.
© dpa
Das Internationale Deutsche Turnfest findet 2013 in der Metropolregion statt und auch Heidelberg befindet sich im Planungs-Fieber. Denn zwischen dem 18. und 25. Mai wird die Stadt neben Mannheim und Ludwigshafen eines der drei Zentren des Events sein - dank beliebter Sportarten, einer Show-Bühne mitten in der Altstadt und vielen Übernachtungsgästen. Vor allem Mitglieder des Rheinischen und Westfälischen Turnerbunds sowie die internationalen Gäste sollen in einigen hiesigen Schulen ihr Nachtquartier beziehen - und dafür sorgen, dass viel vom Geist des Festes in der Stadt ankommt.
Dafür könnte zum Beispiel die sogenannte Magnetbühne sorgen. Hier gibt es während der Turnfest-Woche zwischen Sonntag und Freitag täglich zwischen 12 und 18 Uhr zahlreiche Schau-Vorführungen der am Fest beteiligten Gruppen und Vereine - am Abend ist die Bühne offen für alle und es darf getanzt werden. Ein genaues Programm steht derzeit noch nicht fest.
Der Kern des Turnfests sind natürlich die Wettkämpfe - und hier hat Heidelberg das große Glück, mit Beach-Volleyball einen Publikumsliebling erwischt zu haben. 30 Spielfelder sollen auf dem Messplatz im Stadtteil Kirchheim entstehen. Die Stadt rechnet mit bis zu 2000 Zuschauern an den Turniertagen. Außerdem wird in Heidelberg noch Prellball gespielt. Der vor allem aus dem Schulsport bekannte Spaß wird im Sportzentrum Süd ausgetragen.
Veranstaltungen in Heidelberg
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Beach-Volleyball findet vom 19. bis 24. Mai auf dem Messplatz statt.
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Prellball wird vom 19. bis 24. Mai im Sportzentrum-Süd gespielt.
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Aktion und Animation finden Interessierte auf der Magnetbühne vom 18. bis 24. Mai auf dem Universitätsplatz in Heidelberg.
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Turnfest-Akademie: 19. bis 24. Mai, "Neuenheimer Feld".
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Wanderungen: Alles begann mit den Turnfahrten von Friedrich Ludwig Jahn vor über 200 Jahren. Heute ist das Wandern ein unverzichtbarer Bestandteil aller Turnfeste. Ganztags- und Halbtagsausflüge führen beim Turnfest 2013 in die Wandergebiete der Metropolregion Rhein-Neckar.
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Workshops, Seminare der Turnfest-Akademie und geführte Wanderungen sind anmelde- und kostenpflichtig.
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Interessierte können sich unter www.dtb-gymnet.de oder über das Formular im Programmheft anmelden.
Vorträge und Workshops
Als Universitätsstadt fühlt sich Heidelberg natürlich auch dem wissenschaftlichen Aspekt des Sports verbunden. So findet ein Großteil der sogenannten "Turnfest-Akademie" in Gebäuden im Neuenheimer Feld statt. Die Workshops, Seminare und Vorträge bei Europas größtem Sport-Praxiskongress richten sich an Übungsleiter, Trainer, Vereinsverantwortliche oder Lehrer. Eine Übersicht über Programm, Anmeldung und Kosten gibt es auf der Internet-Seite des Turnfests.
Wissenschaftlich arbeiten auch 16 Bachelor-Studierende des Instituts für Sport und Sportwissenschaft (ISSW) - sie nutzen dank einer Kooperation des ISSW mit dem Turnfest die Großveranstaltung für einige Projekte. "Wir finden es toll, ein Teil davon zu sein", freuen sich Christine Kaltenbach und Michael Lang. Sie kümmern sich im Rahmen der Turnfest-Akademie um die Kinderbetreuung während der Workshops. "Wir siedeln uns im Tennisheim an, können bei Bedarf die Kinder drinnen und draußen beschäftigen." Die Zielgruppe seien Drei- bis Zehnjährige, die Gruppengröße sollte maximal zwanzig sein. Doch der Bedarf ist aktuell ungewiss - die Anmeldezeit läuft noch. "Aber wir werden sicherlich auch vor Ort noch flexibel reagieren", ahnen Kaltenbach und Lang, dass nicht alles im Vorfeld planbar ist.
Auch soziale Projekte werden auf dem Turnfest vertreten sein. Den Spendenlauf "PeacEathlon - Laufen hilft" gibt es zwar bereits seit 2006, doch diesmal will Andreas Nusser den Marathon am 23. Mai zu einem Turnfest-Event ausbauen. Der Lauf soll zwischen 16 und 20 Uhr auf dem Sportplatz des ISSW stattfinden. "Es wird einen normalen Lauf und einen Parcours geben", sagt Nusser - er sei aber noch auf Sponsorensuche. In den vergangenen Jahren hätte der Lauf einige Tausend Euro für Sportprojekte eingebracht. Ein Teil des diesjährigen Erlöses soll dem Jugendsportreff Down-Town-Sports in Heidelberg zu Gute kommen - hierbei handelt es sich um ein Projekt zur Gewaltprävention.
Mit dem Rest wollen Nusser und seine Mitstreiter von der Fachschaft eine sportliche Aktion zum Thema Inklusion unterstützen. Schließlich würde die paralympische Sitzvolleyball-Nationalmannschaft am Heidelberger Olympiastützpunkt trainieren - immerhin Bronzemedaillengewinner von London 2012.
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