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Medizin: Studie vergleicht Methoden zum Beenden der Nikotinabhängigkeit / Teilnehmer gesucht

Was hilft bei Entwöhnung?

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 12.09.2012

Von unserem Redaktionsmitglied Kathrin Miedniak

Wie sich Raucher am besten von Tabak entwöhnen, erforscht eine Studie.

© dpa

Es steht mittlerweile auf jeder Zigarettenpackung: Rauchen kann tödlich sein. Doch wer einmal damit angefangen hat, kann so leicht nicht mehr mit dem Rauchen aufhören. Wer es im Selbstversuch probiert, scheitert oft. Bleibt noch die professionelle Hilfe: eine kurze Beratung, ein zweitägiger Kompaktkurs oder ein mehrwöchiges Entwöhnungsseminar. Doch was hilft am besten?

Diese Frage soll die deutschlandweite Studie "BisQuits" (Brief intervention study for quitting smoking) beantworten, an der auch die Heidelberger Thoraxklinik teilnimmt. Erforscht wird, welche der drei Maßnahmen zur Tabakentwöhnung langfristig den größten Erfolg zeigt. Bundesweit nehmen laut Uniklinik Heidelberg bisher 200 Raucher an der Studie teil.

Die Teilnehmer werden nach dem Zufallsprinzip auf die Maßnahmen verteilt. Drei Monate, nachdem die Raucher entweder zur Beratung, zum Kompaktkurs oder zum Entwöhnungsseminar gegangen sind, wird ein erstes Telefoninterview mit ihnen geführt. Weitere Untersuchungen nach sechs und zwölf Monaten sollen die Studie abschließen.

Langer Kurs hilft am besten

Eine erste Zwischenauswertung zeigt laut Uniklinik Heidelberg, dass in allen drei Studienarmen Raucher erfolgreich von der Zigarette loskamen. Der bisherige Trend bestätigte aber, was die Verantwortlichen der Studie im Vorfeld bereits vermuteten: Die Entwöhnungsquote steigt von der kurzen Beratung über den Kompaktkurs bis zum mehrwöchigen Entwöhnungsseminar an.

Wert wird bei der Studie darauf gelegt, dass sie unter realen Bedingungen stattfindet. So erhalten die Teilnehmer am Ende zwar eine Aufwandsentschädigung, müssen aber den normalen Preis für die Entwöhnungskurse bezahlen. Für mehrwöchige Kurse bekommen die Teilnehmer einen Teil der Gebühren von der Krankenkasse erstattet.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 12.09.2012

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