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Gastronomie: Pforzheimer Unternehmer kauft leer stehenden Komplex auf dem Königstuhl / Terrassenbetrieb ab Sommer geplant

Wieder große Pläne für Berghotel

Von unserem Redaktionsmitglied Timm Herre

Das Berghotel auf dem Königstuhl (links) steht seit Jahren leer. Nun will der Pforzheimer Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler - eingerahmt von OB Würzner (li.) und Gastronom Joachim von der Linde - dort einen Neuanfang wagen.

© Rothe/zg

Wer nach einem Besuch der Ausflugsziele auf dem Königstuhl noch Lust auf Kuchen oder eine Erfrischung hat, dem blieb zuletzt kaum eine andere Wahl, als wieder in die Stadt hinunter zu fahren. Denn der Restaurantbetrieb im "Berghotel" ruhte seit 2010 - nun soll in das alte Gemäuer wieder Leben kommen. Wie die Stadt gestern mitteilte, hat der Pforzheimer Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler die Immobilie gemeinsam mit einigen Heidelberger Bürgern gekauft. Zum Sommer sollen das Terrassengeschäft und ein Biergarten wieder laufen. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt.

Tatsache ist: Das einstige Prunkstück des Heidelberger Hausbergs hat in den vergangenen 20 Jahren einen wirtschaftlichen Niedergang erlebt - vor allem aufgrund eines "Erreichbarkeitsdefizits". Autofahrer durften Anfang der 1990er-Jahre plötzlich am Wochenende nicht mehr den Berg hochfahren. Dann steuerte Anfang des neuen Jahrtausends auch noch die Bergbahn fast zwei Jahre lang die Station nicht mehr an. Die Folge waren starke Besucherrückgänge auf dem Königstuhl, was natürlich den Gastronomie- und Hotelbetrieb enorm traf.

2007 wollte der als "Impresario" bekannte Mannheimer Musikproduzent Matthias Hoffmann ("Afrika, Afrika") auf dem Königstuhl ein Luxus-Hotel samt Restaurant eröffnen und rührte aufwendig die Werbetrommel - unter anderem mit einem riesigen Transparent, auf dem der geplante Bau zu sehen war. Doch das Projekt scheiterte und das ganze Ensemble rutschte endgültig in die Bedeutungslosigkeit.

Bis sich nun Wolfgang Scheidtweiler, der Geschäftsführer mehrerer Brauereien, für den Bau interessierte. Der 65-Jährige gilt als Liebhaber historischer Gebäude, kaufte zuletzt unter anderem das Bad-Hotel in Überlingen am Bodensee. Unter Mithilfe von Heidelberg-Marketing-Geschäftsführer Mike de Vries kam der Kauf zustande. Quasi von Anfang an war auch Joachim von der Linde mit im Boot. Der Gastronom, der in Heidelberg unter anderem das River Café hat, soll fortan den "Gasthof Königstuhl" betreiben.

Lokalmatador im Boot

"Wir planen eine ordentliche, regionale Küche und ein ehrliches Hotel", blickt von der Linde voraus. Luxus und Schickimicki kommen in seinem Konzept nicht vor. "Anständig" solle es werden, sagt von der Linde: "Kein Ramsch!" Ziel sei es, dem alten Wort "Gasthof" wieder die ursprüngliche Bedeutung zu geben. "Ein bodenständiger Ort, wo man übernachten und was Gutes essen kann." Die Bettenzahl stehe aber noch nicht fest.

Gerne spricht der Gastronom von dem Charme des alten Berghotels. "Das hat etwas von einem Hexenhaus, davon wollen wir so viel wie möglich rausholen." Einige der modernen Anbauten sollen weg. Das Haus solle am besten wieder so aussehen wie um 1900. Von der Linde und die anderen Partner planen eine grundlegende Sanierung, die wohl mindestens zwei Jahre dauern und mehrere Millionen Euro kosten wird. Der Betrieb auf Terrasse und im Biergarten soll aber dennoch schon in diesem Jahr starten.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 12.02.2013

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