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Forschung: Website zu Geschichte der Landesministerien in Baden und Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus gestartet

Wissenschaft zum Mitmachen

Archiv-Artikel vom Freitag, den 09.01.2015

Von unserem Redaktionsmitglied Birgit Müller

Schaltete die Website frei: Ministerin für Wissenschaft Theresia Bauer.

© Müller

Geschichtswissenschaft zum Mitmachen und Miterleben: Mit dem Online-Portal zum Forschungsprojekt "Geschichte der Landesministerien in Baden und Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus" beschreiten die Historiker der Universitäten Stuttgart, Heidelberg, Freiburg, Erfurt und Bonn nicht nur wissenschaftlich weitgehend unerforschtes Land. Das Portal soll auch einen Austausch zwischen der Öffentlichkeit und den Akademikern fördern. Gestern wurde die Website in der Akademie der Wissenschaften von der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer freigeschaltet.

"Wissenschaft muss kein Elfenbeinturm sein", sagt Professor Edgar Wolfrum, Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte der Universität Heidelberg. Geschichtsinteressierte sollen nicht erst am Ende des Projekts "Geschichte der Landesministerien in Baden und Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus" mit den finalen Ergebnissen konfrontiert werden, sondern können sich auf der Website regelmäßig über den aktuellsten Forschungsstand informieren. "Mindestens alle 14 Tage sollen neue Ergebnisse vorgelegt werden", sagt der Heidelberger Geschichtsprofessor Cord Arendes.

Einladung zum Einmischen

Darüber hinaus könne auch die Familiengeschichte von Privatpersonen zu einem Element des Projekts werden: Auf der Suche nach bislang unbearbeiteten historischen Quellen zum Forschungsthema rufen die Akademiker auf der Website dazu auf, Alltagsdokumente, Schriftstücke aus der Zeit des Nationalsozialismus oder auch Tagebücher zu diesem Sujet mit ihnen zu teilen. Eine App, die für den kommenden Sommer geplant ist, soll unter anderem auch das Hochladen solcher Zeitdokumente erleichtern. "Die Plattform ist damit mehr als eine Website. Sie ist eine Einladung, sich selbst einzumischen", sagt Theresia Bauer. Das Wissenschaftsministerium stellt für das Portal 80 000 Euro zur Verfügung. Während seiner Laufzeit von drei Jahren unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung das Projekt mit 1,45 Millionen Euro.

Auch in wissenschaftlicher Sicht betreten die Historiker Neuland: "Die Landesebene wurde bislang in der NS-Forschung nicht ausreichend behandelt", sagt der Stuttgarter Professor Wolfram Pyta. Indem sich baden-württemberger Historiker in diesem umfassenden Rahmen mit der Verwaltungsgeschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen, würden sie deutschlandweit eine Vorreiterrolle einnehmen. Die Geschichtswissenschaftler erhoffen sich Einblicke in das Selbstverständnis und die Prinzipien der damaligen Landesminister.

Neben all den Innovationen bleiben die Historiker in einem Punkt jedoch traditionell: Am Ende werden die Ergebnisse in gedruckter Form erscheinen."Das was bleibt, ist schließlich ein Buch", sagt Pyta. Doch auch das Portal soll nicht unmittelbar nach Beendigung des Forschungsprojekts verschwinden.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 09.01.2015

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