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Hirschberg: Närrische Feier im Saal St. Martin mit zwei Prinzen

Just will erster grüner Bundeskanzler werden

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 13.02.2013

Beste Stimmung: Bei der katholischen Pfarrgemeinde geht es hoch her. Hier steht ein-fach alles auf dem Kopf. Das Programm sorgt für jede Menge Lacher.

©  wn

Mit einem bunten Programm hat die katholische Pfarrgemeinde bei ihrem "Großen Faschingsabend" den Vogel in der "Heisemer Fasnachtskampagne" abgeschossen. Sitzungspräsident Franz Götz begrüßte das närrische Publikum zur Heisemer Kultveranstaltung im 34. Jahr.

Nach einer Tanzrunde mit der Kapelle AM stieg die Stimmung im Saal, als der erste von zwei Leutershausener Faschingsprinzen, Feuerio-Prinz Jörn I. von Botanien, mit Prinzessin Jana I. vom Feudenheimer Lallehaag und Gefolge einzog. "Ich habe als Heisemer hier ein Heimspiel und rufe Euch zu: Hause, Mannem und Kurpfalz ahoi", rief Prinz Jörn zum närrischen Volk.

Dann kehrte ein Hausmeister vom Rathaus die Straße sauber. Natürlich war es Bürgermeister Manuel Just, der Insiderwissen aus dem "Rothaus" preisgab und sich als absoluter Büttenknaller entpuppte.

Als neugieriger Hausmeister las er auf dem Schreibtisch von Just dessen Bewerbung für den Bundestag: "Grün ist das Neueste/Grün ist die Partei/Un weil sie so grün ist/Bin ich dabei. Un wahrscheinlich, mei Dame und Herre/Werd ich der erschte grüne Kanzler werre." Im Saal schüttelte man sich vor Lachen.

Endlich hielt das Prinzenpaar aus Büttelborn mit seiner Totalität Sven I. und ihrer Lieblichkeit Beate I. seinen Einzug, gefolgt vom Elferrat und herzlich empfangen mit "Büttelborn" und "Hause Ahoi". Das umso mehr, da ja der Prinz aus "Hause" stammt und mit bürgerlichem Namen Sven Fertig heißt. Mit im Gepäck hatten sie die Moorlochfinken, eine 14-köpfige Gesangsgruppe aus Büttelborn, die gleich loslegte mit "Jetzt geht die Party richtig los, die Weiber sind schon weg".

Es folgte der kürzeste Sketch des Abends über fünf wartende Fahrgäste am OEG-Bahnhof, die auf des Pfarrers Kommando hörten, dass heute keine heilige Messe sei und in akkurater Reihenfolge nacheinander demütig ihre Beine kreuzten.

Nun wurde es amtlich, denn das hohe St. Martinsgericht am Fenchelberg tagte bei einem musikalischen Verhör wegen Mädchenraub. Richterin Alice Kunter befragte die Angeklagte Uschi Busse, die mit einem Lied antwortete, in das der ganze Saal mit einstimmte.

Plötzlich tanzten von Schwarzlicht angestrahlte "Glühwürmchen mit Leuchtperücken" über die Bühne. Rhythmischer Applaus und ein dreifaches "Ahoi" folgten. ef

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 13.02.2013

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