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Ilvesheim: Der Musiker Michael Paucker begeisterte seine Zuhörer im Schwarzen Salon / Veranstalter Gunter Bratzel: Kulturreihe wird fortgesetzt

„Eine Stimme wie eine Kuscheldecke“

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 07.02.2017

Von unserem Mitarbeiter Franz-Albert Senzig

Schüler der Schloss-Schule Ilvesheim zusammen mit dem Musiker Michael Paucker.

© fase

Ein sattes Hörerlebnis schaffte Künstler Paucker mit seiner Mischung aus Rock/Pop/Indie und seinen gefühlvollen gesungenen Liedtexten beim vorletzten Event dieser Saison "Kultur im Dunkeln" im Schwarzen Salon der Schloss-Schule Ilvesheim. Mit spielerischer Leichtigkeit wechselte der Musiker von einem Musikgenre zum nächsten. Für den in Köln lebenden Michael Paucker, der in Mannheim Musik studierte, eine Stilschublade aufzuziehen, fällt ziemlich schwer. So richtig passt Michael Paucker nämlich nirgends rein.

Veranstaltungsleiter Gunter Bratzel konnte unter den Konzertbesuchern auch zahlreiche erstmalige Gäste begrüßen. Er bat alle Besucher die Handys auszuschalten und Uhren mit Leuchtanzeigen in die Taschen einzustecken, denn der Raum ist stockdunkel und diese Dunkelheit soll nicht durch die kleinste Lichtquelle gestört werden. Die Besucher wurden durch die Schüler der Schloss-Schule Ilvesheim Eileen, Sophie, Sayon, Christina, Julia, Daniel, Kerstin, Max, Moritz und Adrian in den Schwarzen Salon mittels einer Blindenführungstechnik zunächst durch die vier Vorhänge und dann an ihren Sitzplatz oder an die Theke geführt. Folglich war schon das Betreten des Schwarzen Salons für viele Gäste ein besonderes Erlebnis.

Nichts zu sehen

"Ich finde es sehr spannend und freue mich sehr auf das akustische Abenteuer und lasse mich überraschen", so ein Konzertbesucher bevor er in den Schwarzen Salon begleitet wurde. Organisator Gunter Bratzel: "Bei "Kultur im Dunkeln" gibt es nichts zu sehen, dafür aber jede Menge zu erleben. Die Gäste werden eingeladen zu einer außergewöhnlichen Begegnung mit der Erlebniswelt blinder Menschen und einer faszinierenden Reise in die Dunkelheit, welche die Sinne neu erleben lässt". Paucker spielte bis auf den Song You've Got to Hide Your Love Away von John Lennon eigene Stücke. Die Beatles haben den Musikstil von Paucker mitgeprägt und so darf in seinem Programm ein Beatles-Song nicht fehlen.

Mit Sophie und Breakfast gab Paucker Liedtexte aus seiner ersten CD mit dem Titel Miserable Junkie als auch brandaktuelle Songs u.a. Up on the hill, und Middle of May zu Gehör, die auf seiner noch nicht veröffentlichten zweiten CD erscheinen. Seine emotionalen selbstreflektierende (u.a. Somebody loves you) und gesellschaftskritischen Songs wie Terrorist trug er ausnahmslos in Englisch vor.

Der Künstler kam nicht nur mit seiner Musik, sondern auch mit seiner sympathischen Art und seinen lockeren Sprüchen wie "Jetzt muss ich den Knopf zum Einschalten des Tastaturinstrumentes finden", "im Dunkeln muss ich viele Dinge hintereinander machen, die ich bei Licht gleichzeitig ausführen würde" und "den Beat habe ich eben nicht live gespielt" bestens bei der Zuhörerschaft an.

Eine neue Erfahrung

Paucker: "Auch für mich war im Dunkeln zu spielen ein Erlebnis und eine neue Erfahrung". Für viele Konzertbesucher auch beeindruckend wie er im Dunkeln als One-Man-Band mehrere Instrumente (Gitarre, Pianet, Schellenkranz und Stompbox) teilweise gleichzeitig spielte sowie eine Loop-Station bediente. Eindeutige Meinung der Konzertgäste: "Dieser Musiker darf gerne wiederkommen". Ein Eintrag im Gästebuch: "Eine Stimme, wie eine Kuscheldecke. Vielen Dank für den schönen Abend!"

Gunter Bratzel ließ wissen, dass die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit SWR3 stattfand, und dankte abschließend dem Künstler und dem Helferteam aus Schülern und Kollegen und kündigte die Fortführung der Kulturreihe an.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 07.02.2017

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