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Ilvesheim: Konzert in der Reihe Kultur im Dunkeln

Musikalische Reise rund um die Welt

Archiv-Artikel vom Samstag, den 19.11.2016

Im Schwarzen Salon trat die Gruppe "NeckarGanga", die aus sechs Personen besteht, als Trio auf (von links): Steffen Dix, Peter Hinz und Jonathan Sell.

© fase

World Music vom Feinsten, die Grenzen verschwinden lässt, hörten die Zuhörer im Rahmen der Reihe "Kultur im Dunkeln" in der Ilvesheimer Schloss-Schule von der Band "NeckarGanga". Seit zwölf Jahren gibt es die Veranstaltungsreihe im "Schwarzen Salon". Lehrer, Organisator und Projektleiter Gunter Bratzel will mit der Veranstaltungsreihe eine Begegnungsstätte schaffen für blinde und nicht blinde Menschen. Er lädt ein zu einer außergewöhnlichen Begegnung mit der Erlebniswelt blinder Menschen und zu einer faszinierenden Reise in die Dunkelheit, welche die Sinne neu erleben lässt, so wie beim Konzert der Band "NeckarGanga".

"NeckarGanga" als Trio

"NeckarGanga" sind drei deutsche und drei indische Musiker. Bei ihrem Auftritt in absoluter Dunkelheit im "Schwarzen Salon" trat "NeckarGanga" jedoch nur in deutscher Besetzung mit Steffen Dix (Saxofon), Peter Hinz (Percussion) und Jonathan Sell (Kontrabass) auf. Die Band wurde 2014 in Varanasi, einer Stadt am Ganges in Indien, gegründet und hat mit "Innaad" bereits eine CD herausgebracht. Bei ihrem Konzert im "Schwarzen Salon" nahmen sie die Zuhörer auf ihre musikalischen Reisen nach Indien, Afrika, Arabien, Brasilien und den Balkan mit. Zum ersten Mal spielte das Trio in dieser Zusammensetzung im Dunkeln und verriet, vorher etwas geübt zu haben.

Die Musiker spielen in verschiedenen Bandformationen, bewegen sich jedoch alle in der "World Music-Ecke". "Optische Zeichen zur Verständigung untereinander sind nicht möglich, so mussten wir die Zeichenabsprachen musikalisch lösen, etwas ungewohnt", erklärte Peter Hinz vor dem Konzert. Organisator Gunter Bratzel zeigte sich sehr erfreut, wiederum neue Erstbesucher zu einem außergewöhnlichen Konzert im Dunkeln begrüßen zu können. Gunter Bratzel bat die Gäste, bevor sie von den Schülern der Schloss-Schule in den "Schwarzen Salon" geführt wurden, Lichtquellen wie Handy und Uhren zu verstauen, denn die Dunkelheit des "Schwarzen Salons" sollte durch keine Lichtquelle gestört werden. Erstaunt waren die Besucher, wie sicher sie von den Schülern zu ihren Plätzen geführt wurden.

Vor Konzertbeginn dankte Gunter Bratzel den Helfern und den Schüler, ohne die ein solches Highlight nicht möglich ist. Den Auftakt des Konzertes bildete eine Improvisation des Trios. Weit über die Hälfte der gespielten Werke waren eigene Arrangements wie z. B. "Meet again" und "Parallel confusion". Typische Beispiele für die Musik an diesem Abend.

Saxophonist Steffen Dix: "Das Stück 'Parallel confusion' wurde von unseren indischen Freunden geschrieben, hat afrikanische Einflüsse (Rhythmen), dazu kommen Saxophon und Kontrabass - Musik ohne geografische Grenzen. Um Musik mit Musikern aus einem anderen Kulturkreis zu spielen, ist es erforderlich, die Musik des anderen Kulturkreises ein Stück weit zu verstehen".

Den Gästen hat es sehr gut gefallen. Erstbesucherin Edith Kilthau: "Ein tolles Erlebnis, ein großartiges Konzert, und die Zeit verging sehr schnell. Ich bin jedoch froh, wieder sehen zu können". Die Bandmitglieder ließen wissen: Ach für sie war das Konzert im Dunkeln eine Riesenerfahrung, denn auf "gewohnte" Mittel der Kommunikation wie Zeichengeben kann im Dunkeln nicht zurückgegriffen werden, man muss die Musik "sprechen" lassen. fase

© Mannheimer Morgen, Samstag, 19.11.2016

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