Während die Ladenburger Altstadt in der warmen Jahreszeit pralles Leben zeigt, wirken die Straßen im Winter oft öde und verlassen. Wenn kaum Touristen da sind, wird schonungslos klar, dass der Kern als Einkaufsbereich an Attraktivität eingebüßt hat. Der BdS will nun einen neuen Anlauf zur Belebung nehmen. Das ist richtig und wichtig. Doch selbst wenn die Workshops erfolgreich verlaufen, dürfte dies nicht ausreichen.
Es muss darum gehen, Geschäfte mit höherwertigen Sortimenten anzusiedeln, die nicht in aussichtsloser Konkurrenz zu den Supermärkten stehen. Um ihnen aber das Überleben zu ermöglichen, gilt es, kaufkräftige Kundschaft in die Stadt zu ziehen. Das kann gelingen, wenn Ladenburg seine Trümpfe stärker ausspielt: die oft einzigartigen historischen Gebäude und das bunte kulturelle Leben. Ansätze gibt es. So öffnet sich das Lobdengaumuseum für Lesungen und Konzerte. Zudem soll ein Mittelalter-Weg etabliert werden. Und der junge Kulturverein zieht auch Publikum aus dem Umland an. Nun gilt es, alle diese Initiativen zu bündeln und durch weitere zu ergänzen. Dann besteht die reelle Chance, dass der Anblick leerstehender Geschäfte bald der Vergangenheit angehört.
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