DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Samstag, 25.03.2017

Suchformular
 
 

Edingen / Neckarhausen Heddesheim Heidelberg Hirschberg Ilvesheim Ladenburg Ludwigshafen Mannheim Schriesheim

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken

Mutig, aber unerlässlich

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 22.02.2017

Von Konstantin Groß zum Sportstätten-Konzept für Seckenheim

Die beiden großen Sportvereine im Stadtteil Seckenheim, die TSG und der SV, wollen enger zusammenarbeiten - sowohl bei der Nutzung der Sportstätten als auch bei den sportlichen Angeboten. Sollte dies gelingen, wäre dies nicht weniger als eine kleine Sensation im Vereinsleben dieses traditionsreichen Vorortes.

Der Schritt der beiden Vorstände ist daher mutig. Viele ihrer Vorgänger sind an diesem Ziel bereits gescheitert. Die eigenständige Tradition, die sich aus der ganz unterschiedlichen Entstehungsgeschichte speist - beim SV sozialdemokratisch, bei der TSG eher "bürgerlich" - ist gerade bei den älteren Mitgliedern noch eine nicht zu unterschätzende Kraft. Jahrzehntelang bestand ein nicht nur sportlicher Wettstreit, das Agieren vor Ort blieb denn auch nicht frei von Verletzungen.

Im Laufe der Zeit nimmt die Bedeutung derartiger Hemmnisse jedoch naturgemäß ab. Jugendliche von heute, die Leichtathletik oder Volleyball betreiben wollen, interessiert dieses ideologische Erbe nicht mehr; entscheidend für sie und für ihre Eltern sind die Attraktivität des Angebotes, die Qualität der Sportstätten und ihre Erreichbarkeit. Diese gilt es zu verbessern. Und das kann heutzutage kein noch so großer Verein ganz allein.

Die jetzige Vorgehensweise der zwei Vorstände ist daher ein Gebot der Vernunft. Denn beide Vereine sehen sich den gleichen Herausforderungen gegenüber: auf der einen Seite steigenden Kosten für Sanierung und laufenden Unterhalt ihrer Immobilien sowie für die Erfüllung der An-sprüche ihrer Mitglieder, auf der anderen Seite Sponsorengelder und Mitgliederzahlen, die tendenziell sinken statt zu wachsen.

Auch die Vorgehensweise der Akteure ist richtig: nichts zu überstürzen, die Mitglieder "mitzunehmen", ihre Veränderungsbereitschaft nicht zu überfordern, daher etwa die emotional stark besetzten beiden Vereinshäuser zu erhalten, überhaupt auf inhaltliche Kooperation zu setzen statt auf organisatorische Fusion. Dies jedoch ist in der Tat unerlässlich.

Mittwoch, 22.02.2017

Kommentar schreiben

Jeder Kommentar wird mit dem Vor- und Nachnamen des Autors veröffentlicht.

Sie müssen sich anmelden, um einen Kommentar zu verfassen.

Leser-Kommentare  

Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen

    • Drucken
     

    Kontakt

    Möchten Sie sich an die Redaktion wenden?

    Sie wollen Kritik oder Lob loswerden? Sie haben interessante Themen für uns? Hier finden Sie die Ansprechpartner der jeweiligen Redaktionen, ihre Telefonnummern und E-Mail-Adressen. [mehr]

     

    DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR