Ladenburg:
Buntes Fest im BUND-Garten
Ein grünes Schlaraffenland auch für hungrige Schnecken
Von unserer Mitarbeiterin Nicoline Pilz
Blütenpracht am Barockhäuschen im BUND-Garten.
© ine
Hortensien in prallem Rosa, Rittersporn, Ringelblumen und Stockrosen, dazwischen jede Menge Kräuter, Beeren und Gemüse: Der BUND-Garten, angelegt wie ein vierteiliger Klostergarten mit Buchsbaumeinfassung, ist ein bunt blühendes Kleinod, eine Oase für Insekten - und für Schnecken. "Naja, sie haben meinen Salat gefressen, da musste ich eben neuen pflanzen", erklärt der Ladenburger BUND-Vorsitzende Alexander Spangenberg beim Sommerfest der Ortsgruppe kein bisschen böse. Warum auch? "Unser Garten ist giftfrei; in meinem Teil darf alles wachsen, wie es will." Oder eben fressen. Die Schnecken finden das super.
Bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen nehmen im Schatten des turmförmigen Kavaliershäuschens, auch Barockhäuschen genannt, immer wieder Gäste Platz. Auch Bürgermeister Rainer Ziegler nimmt sich trotz vieler anderer Termine ein halbes Stündchen Zeit. In der "Beletage" des Gartenhäuschens, das nicht im Barockstil erbaut ist, betrachten Gäste derweil die Dauerausstellung, die die Geschichte der Baumschulen in Ladenburg beleuchtet, alte Obstsorten, Etiketten und Werkzeuge zeigt. Das liebevoll sanierte Häuschen mitsamt Gartenanlage sind BUND-Projekte, die Einblick geben in naturnahe Anlagen vergangener Tage.
"Unser Sommerfest kommt immer sehr gut an", meint Spangenberg. Auch, weil der prachtvolle Garten sehr gern besichtigt werde. Aus Frankreich bringt Judith Völker-Menz eine sagenhafte "Jungfer im Grünen" mit. Hierzulande wird das Hahnenfußgewächs auch "Gretl in der Stauden" genannt. Eine tragische Liebesgeschichte steckt hinter dem Namen. Spangenberg freut sich über das Geschenk der früheren BUND-Pressereferentin, das er in seinem Gartenviertel einpflanzen wird. Ein anderes Viertel liegt derzeit brach. Man suche hierfür jemand, der die Bewirtschaftung zu übernehme, erklärte Spangenberg.
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