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Vereine: Tanz- und Musikformation plant, als erste deutsche Gruppe an der Weltmeisterschaft teilzunehmen

„Heartliner“ wollen USA erobern

Von unserem Redaktionsmitglied Martin Geiger

So sieht es aus, wenn die "Heartliner" im Südweststadion proben.

©  Hanspeter Jochmann (HF)

"So wie es der Traum eines jeden Sportlers ist, einmal an den Olympischen Spielen teilzunehmen, so träumt jeder, der in einem Drum Corps ist, davon, einmal in Amerika gewesen zu sein", sagt Uwe Baum von den "Heartlinern". In diesem Jahr will der Oppauer Verein diesen Traum verwirklichen und im Sommer zur Weltmeisterschaft in die USA fliegen - als erstes deutsches Drum Corps überhaupt.

25 000 Zuschauer im Stadion

Im Kopf haben sie diesen Gedanken schon seit ein paar Jahren. Nun soll er umgesetzt werden. Denn die Vereinigten Staaten sind, sagt Thomas Röhr, der Vorsitzende des Vereins, das Mutterland der Drum Corps. Deshalb stoßen deren Auftritte, bei denen die Mitglieder Musizieren und Marschieren verbinden, dort auf eine viel größere Resonanz als hierzulande: "Wenn man in den USA in einem Stadion spielt, sieht man das erste Level, das voller Zuschauer ist. Darüber gibt's ein zweites Level, das auch voll ist. Und darüber ist noch mal ein drittes Level: ebenfalls voll. Da ist man erst mal baff", sagt Röhr. "Das ist einfach genial."

Drum Corps Verein "Heartliner"

  • Der Oppauer Verein mit inzwischen mehr als 50 Mitgliedern hat sich 1998 gegründet.
  • Unter einem Drum Corps versteht man eine Gruppe aus sportlichen Musikern und musikalischen Sportlern: Trommler und Blechbläser spielen Melodien und führen dabei gemeinsam mit Tänzern eine Choreographie auf, so dass insgesamt eine Geschichte erzählt wird.
  • Weitere Informationen gibt es auch im Internet (www.heartliner.de und www.lugowm.de).
  • Wer Geld spenden möchte, kann es auf ein Konto bei der Sparkasse Vorderpfalz überweisen (Kontonummer: 19 14 67 604, BLZ: 545 500 10).
  • Firmen können die Heartliner auch für Auftritte buchen oder ihnen neuwertige Gegenstände als Sachspenden zur Verfügung stellen.
  • Kontakt über Thomas Röhr, Telefon 0621/65 70 176.

Er muss es wissen, schließlich hat er schon vor zehn Jahren Auftritte in den USA absolviert. Nun sollen auch die anderen 40 bis 50 Mitglieder der Heartliner erleben, wie es ist, vor rund 25 000 Zuschauern zu spielen. Darum wollen die Oppauer einer Einladung des Drum-Corps-Weltverbandes folgen, der sie gebeten hat, als eine der besten europäischen Gruppen zur Weltmeisterschaft Ende August nach Annapolis in die Nähe von Washington zu kommen. Doch dabei gibt es ein Problem: die Finanzierung.

Mit Kosten von etwa 100 000 Euro rechnen die Vereinsvorsitzenden für die insgesamt 14-tägige Reise zu den Qualifizierungs- und Finalwettbewerben. Bei rund 50 Personen entfielen so knapp 2000 Euro auf jeden Teilnehmer, haben sie ausgerechnet: Mehr als diese selbst tragen können, sagt Uwe Baum, der bei den Heartlinern für die Nachwuchsförderung zuständig ist. Zumal es beispielsweise eine Familie gebe, von der gleich drei Kinder Mitglied der Gruppe sind. Um dennoch an der Weltmeisterschaft teilnehmen zu können, sei der Verein auf Spenden angewiesen. Darum hat er nun eine Kampagne gestartet, die von der Bundestagsabgeordneten Doris Barnett, dem Musikdirektor der Mainzer Singakademie, Alexander J. Süß, und dem früheren Mainzer Bundesligaspieler Christof Babatz ideell unterstützt wird.

In Anspielung an den bekannten Film "Cool Runnings" soll unter dem Motto "Cool Drummings" in den nächsten Monaten Geld gesammelt werden. Denn ebenso wie den jamaikanischen Bobfahrern im Film gehe es den Ludwigshafener Musikern und Sportlern bei der Reise vor allem um den Olympischen Gedanken, sagt Baum: "Wir werden das Podium mit Sicherheit nicht sehen. Es geht um das Dabeisein."

Drittbeste Gruppe Deutschlands

Zu bescheiden müssen die Oppauer allerdings auch nicht auftreten, immerhin haben sie in den 15 Jahren seit ihrer Gründung eine große Entwicklung hinter sich: "Wir wundern uns selbst darüber, welche Riesenschritte wir gemacht haben", so Baum. Europaweit gehören die Heartliner seiner Einschätzung nach inzwischen zu den zehn besten Drum-Corps-Gruppen. In Deutschland mussten sie bei den zuletzt vergangenen Meisterschaften nur einem Verein aus Hannover und einem aus Rastede bei Oldenburg den Vortritt lassen.

Damit auch beim geplanten Auftritt bei der Weltmeisterschaft am Ende nicht all zu viele Formationen vor ihnen stehen, üben die Ludwigshafener schon ihr neues Programm für dieses Jahr. Es dauert etwa 15 Minuten, hat den Titel "Up and Away" ("Auf und davon") und handelt von einer Reise mit dem Flugzeug. Wo dieses am Ende landet, ist natürlich klar und sicherlich kein Zufall: in den Vereinigten Staaten von Amerika.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 15.02.2013

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