Firma plant Bohrungen
Untersuchungen deuten auf Ölvorkommen hin
Rhein-Neckar.
Schon bald könnten neue Öl- und Gasvorkommen in Hessen und Baden-Württemberg angezapft werden. Eine erfolgreich abgeschlossene Untersuchung der geologischen Struktur mit Hilfe von Schallwellen weise auf mehrere potenzielle Öl- und Gasvorkommen hin, teilte die Rhein Petroleum GmbH gestern in Heidelberg mit.
Untersucht wurden Gebiete überwiegend in Hessen entlang des nördlichen Oberrheins zwischen Mannheim und Darmstadt, in der Nähe von Altfeldern im Norden Karlsruhes und der Pfalz, in Graben-Neudorf (Kreis Karlsruhe) und in Bayern. Beteiligt waren auch die Firmen Wintershall und GDF Suez. Vor allem in den beiden baden-württembergischen Gebieten, die sich teilweise über den Rhein in die Pfalz erstrecken, werden Ölfelder in der Größenordnung des 2003 bei Speyer entdeckten Vorkommens vermutet. Dieses soll nach Angaben der Betreiber über Reserven von 50 Millionen Barrel Öl verfügen. Noch in diesem Jahr will die Rhein Petroleum GmbH mit Probebohrungen beginnen.
"Wir sind stolz darauf, dass wir als junges Unternehmen die größte deutsche 3D-Seismikkampagne der letzten zehn Jahre erfolgreich durchgeführt haben. Die bisherigen Grobauswertungen deuten gleich mehrere potenziell öl- oder gasführende Strukturen an, darunter auch größere", sagte Michael Suana, Geschäftsführer der Rhein Petroleum. Man wolle nun ein entsprechendes Bohrprogramm konzipieren und möglichst noch in diesem Jahr die erste Bohrung niederbringen, erklärte Suana. Wo dies genau sein wird, stehe aber noch nicht fest. dpa/tir
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