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Landwirtschaft: In der Landauer Lage „Kaiserberg“ setzen Weinköniginnen ihre Lieblingssorten

Hoheiten pflanzen Rebstöcke

Archiv-Artikel vom Montag, den 01.07.2013

Die Weinhoheiten Andrea Römmich (re) und Anna Hochdörffer.

© Venus

Landau-Nußdorf. Ein im wahrsten Sinne des Wortes majestätischer Weinberg entsteht zurzeit in Landau-Nußdorf. In der Lage "Kaiserberg" stehen inzwischen 54 Reben unterschiedlicher Sorten, die allesamt von Weinköniginnen gepflanzt wurden. "Es wird einen hochinteressanten gemischten Satz geben," prophezeit Lieselotte Hochdörffer, auf deren Initiative hin am Weinlehrpfad in Nußdorf der "Königinnen-Weinberg" angelegt wurde.

Die Mutter der deutschen Weinprinzessin und letztjährigen Pfälzer Weinkönigin Anna Hochdörffer brachte bis gestern insgesamt zwei deutsche Weinköniginnen und sieben pfälzische oder rheinhessische Weinköniginnen für das ungewöhnliche Projekt unter einen Hut. "Jede Weinkönigin ist Patin für sechs Reben ihrer Wahl - sie kann ihre Lieblingsreben anpflanzen, die dann von unserem Weingut das Jahr über gepflegt werden," beschreibt Anna Hochdörffer den Ablauf.

Die frühere Deutsche Weinkönigin Katja Schweder (Hochstadt) entschied sich beim Start dieses Projekts vor einem Jahr für eine ungewöhnliche Rebsorte: Ihr Bild an den sechs inzwischen hochgewachsenen Rebstöcken nennt eine "Palatina-Rebe", die als Tafeltraube gilt. Für eine gelbe Muskateller-Rebe hat sich dagegen die aus Winternheim in Rheinhessen stammende deutsche Weinhoheit Annika Strebel entschieden - die einzige Nicht-Pfälzerin im Reigen der Reb-Patinnen.

Ebenfalls einen gelben Muskateller ließ Pfalzweinkönigin Patricia Frank (Bockenheim) anpflanzen, während Karen Storck (Einselthum) einen Gewürztraminer wählte. Gabi Klein (Diedesfeld) zeigte ihre Vorliebe für einen roten St. Laurent und Julia Becker (Edesheim) entschied sich für einen klassischen Riesling. Anna Hochdörffer als "Hausherrin" wählte einen Sauvignon blanc, Susanne Winterling (Niederkirchen) einen Spätburgunder und als letzte der inzwischen acht Pfalzwein-Hoheiten Andrea Römmich (Edenkoben) ebenfalls einen Sauvignon blanc.

Landaus Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer freut sich über die Initiative aus Nußdorf: "Dadurch bleiben uns die Hoheiten in voller Natürlichkeit auch über ihre Amtszeit hinaus erhalten", sagte er, nachdem er gestern mit dem Spaten die Jungreben in die Erde gebracht hatte. Die Pfalzwein-Königin Andrea Römmich strahlte: "Endlich hat es mit der Pflanzung geklappt, nachdem es wegen des Regens zunächst eine Absage gegeben hatte."

Was für ein Wein ist aus dem "Mischsatz" zu erwarten? Selbst die erfahrene Lieselotte Hochdörffer weiß es nicht so genau: "Es wird eine interessante Cuvée - aber Genaues lässt sich derzeit nicht sagen". Die ersten 30 bis 40 Liter Wein aus dem "Königinnen-Weinberg" sind in etwa zwei bis drei Jahren zu erwarten. rs

Montag, 01.07.2013

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