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Museum: 1. Deutsches Ringermuseum in Schifferstadt stellt zeitweise Erinnerungsstücke des DDR-Ringers Uwe Neupert aus

„Ringerkönig“ muss Thron teilen

Archiv-Artikel vom Freitag, den 25.07.2014

Von unserem Mitarbeiter Rolf Sperber

Die Räume des 1. Deutschen Ringermuseums muss sich "Ringerkönig" Wilfried Dietrich einstweilen mit dem einstigen DDR-Star Uwe Neupert teilen.

© Venus

Schifferstadt. . Der ehemalige deutsche "Ringerkönig" Wilfried Dietrich, der von fünf Olympischen Spielen einmal Gold und jeweils zweimal Silber- und Bronzemedaillen in die Heimatstadt Schifferstadt brachte, ist im 1. Deutschen Ringermuseum in Schifferstadt allgegenwärtig - doch nun muss er die Aufmerksamkeit mit dem einstigen DDR-Star Uwe Neupert (56) teilen: Am Samstag, 11 Uhr, wird im Ringermuseum eine Sonderausstellung mit Medaillen und Ringerutensilien des einstigen Ringers aus Greiz eröffnet, die später zur Eröffnung einer Sporthalle in dessen Geburtsstadt nach Thüringen weiterwandert.

"Sozialistischer Alltag"

Als Museumschef Jürgen Fouquet gestern das Projekt vorstellte, berichtete Neupert von seinem sportlichen Werdegang - er ist ein Spiegelbild des einstigen "sozialistischen Alltags" in der DDR. Dass der zweifache Welt- und dreifache Europameister und Silbermedaillengewinner der Olympiade 1980 in Moskau überhaupt eine Weltkarriere starten konnte, hat er seiner Mutter Ruth zu verdanken, erzählte Neupert: Denn aus Sicht des DDR-Kaders habe die gebürtige Karlsruherin als "Westlerin" der Karriere ihres Sohnes im Wege gestanden. Erst ihr Verzicht selbst auf familiäre Kontakte zum Westen habe dem Sohn den sportlichen Aufstieg - nicht nur im Osten - ermöglicht.

Neupert, der zum erfolgreichsten DDR-Ringer in der Geschichte des sozialistischen Staats werden sollte, hat die Opfer seiner Mutter nicht vergessen: "Ohne ihren Verzicht wäre alles nicht möglich gewesen -ich wäre vielleicht gar kein Ringer geworden." Die 84-Jährige wohnt heute in Greiz - ihr Sohn im nordbadischen Reilingen, nachdem er nach dem Umzug in den Westen einige Jahre für den KSV Wiesental auf Bundesliga-Matten sein Können zeigte. "Einst musste ich für Erich Honecker arbeiten - heute für Erich Klaus," sagt Neupert nicht ohne Schmunzeln. Heute ist er Lehrer in der Sportschule des deutschen Ex-Ringermeisters Erich Klaus in Reilingen.

Mehr als 600 Medaillen, Trainingsanzüge, Ringertrikots und sonstige Erinnerungsstücke aus der aktiven Zeit hat Neupert dem Schifferstadter Museum als Dauerleihgabe übergeben. Museumsleiter Fouquet stattete damit ein ganzes Zimmer aus, das morgen erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden soll.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 25.07.2014

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