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Kriminalität: Seit Ende Januar wurden zehn Einzelhändler in Mannheim, Heidelberg und Eppelheim überfallen / 42-jähriger Mannheimer tatverdächtig

Überfallserie versetzt Bäckerei-Verkäufer in Angst

Von unserem Redaktionsmitglied Simone Jakob

Die Kriminaltechniker sichern Spuren im Eingangsbereich der Eppelheimer Bäckerei, die am Mittwochabend überfallen wurde.

© Priebe

Rhein-Neckar. "Die Verkäufer sollten bei einem Überfall ihre eigene Gesundheit vor alles andere stellen", betont der Heidelberger Polizeisprecher Norbert Schätzle im Hinblick auf eine Überfallserie auf Bäckereien, die derzeit eine 60-köpfige Ermittlungsgruppe in Atem hält. Hinter den bewaffneten Beutezügen, die seit Ende Januar Einzelhändler in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis in Angst und Schrecken versetzen, steckt laut Schätzle wohl ein 42-jähriger Mannheimer, der untergetaucht ist. "Der Mann ist nicht gemeldet und übernachtet vermutlich bei Bekannten", erklärt Schätzle, warum der Verdächtige als "wohnsitzlos" gilt.

Der mutmaßliche Räuber gehe immer nach demselben Prinzip vor. Er suche sich kleinere Geschäfte - bislang Bäckereien und ein Buchgeschäft - mit wenig Publikumsverkehr und nur einem Verkäufer für seine Überfälle aus. "Da ist die Gefahr geringer, dass er entdeckt oder gar von anderen Kunden überwältigt wird", so der Experte. Um seinen Geldforderungen Nachdruck zu verleihen, benutze er eine Schusswaffe. Seine Flucht trete er übrigens nie zu Fuß oder mit dem Auto, sondern immer mit dem Fahrrad an.

Die Ermittlungsgruppe "Fasching" geht davon aus, dass er auch für einen Überfall auf eine Bäckerei am späten Mittwochabend in Eppelheim verantwortlich ist. Mit Hilfe einer Schusswaffe hatte er die Herausgabe mehrerer Hundert Euro erpresst und war dann mit seinem Rad geflohen. Eine Zivilstreife, die zufällig in der Nähe war, nahm laut Schätzle die Verfolgung auf. Deshalb ließ der Verdächtige das Rad in der Wasserturmstraße zurück und flüchtete in ein Wohngebiet. Bei dem Fahrrad - dessen Herkunft noch ungeklärt ist - handle es sich um ein 28-Zoll-Trekkingrad der Marke "Cyco". Auffällig sei ein stahlblaues Spiralschloss, das unterhalb des Sattels angebracht ist.

Die Polizei suchte mit 30 Zivilfahrzeugen, einem Hubschrauber und vier Hunden nach dem Mannheimer und durchkämmte auch leerstehende Gebäude und Gartengrundstücke. "Obwohl die Fahndung später auch auf die angrenzenden Gemeinden Heidelberg-Wieblingen und Plankstadt ausgedehnt wurde und ein speziell ausgebildeter Mantrailer-Hund im Einsatz war, blieb der Mann verschwunden", berichtet der Sprecher. Bei seinem jüngsten Überfall in Eppelheim trug der Gesuchte eine dunkle Jacke und hatte eine schwarze Wollmütze mit Schal vor dem Gesicht.

Die Heidelberger Polizei geht davon aus, dass der mutmaßliche Täter in Heidelberg und Eppelheim ein Buchgeschäft und vier Bäckereien überfallen hat. Die Mannheimer Behörden prüfen, ob der radelnde Räuber auch für fünf sehr ähnlich gelagerte Beutezüge in der Quadratestadt verantwortlich ist. "Bei einem Überfall ist es wichtig, sich nicht in Gefahr zu bringen aber dennoch so viele Details wie möglich über den Räuber abzuspeichern", sagt Schätzle. Zudem sei es wichtig, sofort die 110 zu wählen, um eine schnelle Fahndung zu ermöglichen.

Freitag, 15.02.2013

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