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Ladenburg: Unwetter stellt Organisatoren am Samstag vor Probleme / 16 000 Fans bei Andreas Gabalier

Unfälle und Übergriff überschatten Musikfestival

Archiv-Artikel vom Montag, den 30.05.2016

Von unserem Mitarbeiter Peter Jaschke

Rund 16 000 Besucher kamen zu Andreas Gabalier (großes Bild und oben) auf der Ladenburger Festwiese. Nena (unten) lockte rund 3500 Fans an.

© Schwetasch

Ladenburg. Der von sich und seinen Fans so genannte "Volks-Rock-´n´- Roller" Andreas Gabalier aus Graz hat am Samstag auf der Festwiese in Ladenburg über zwei Stunden lang rund 16 000 Fans begeistert. Aus Sicht der Einsatzkräfte verlief das Musikfestival relativ ruhig. Allerdings kam es im Rückreiseverkehr zu zwei Unfällen mit zwölf Verletzten und einem Schaden von 60 000 Euro. Kurz nach Veranstaltungsende seien zudem drei Männer wegen eines sexuellen Übergriffs auf eine 20-Jährige festgenommen worden.

"Zwei 23 und 27 Jahre alte Afghanen sowie ein 16-jähriger Iraker sind vorläufig festgenommen worden", berichtet Polizeisprecher Norbert Schätzle. "Sie stehen im Verdacht, eine 20-Jährige nach dem Ende des Konzerts umringt und am Weitergehen gehindert zu haben, um sie zu begrapschen", so Schätzle weiter. Drei Frauen hätten den Vorfall aber beobachtet, seien der jungen Frau zu Hilfe gekommen und hätten die Männer vertrieben. Nach der erkennungsdienstlichen Behandlung seien die Verdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. "Wir müssen die junge Frau und die Zeuginnen noch vernehmen und dann sehen, ob eine sexuelle Nötigung vorliegt." Polizeibekannt seien die drei Männer nicht gewesen.

Zuvor hatte Andreas Gabalier zwei Stunden lang etwa 16 000 Fans begeistert. Vorherrschende Kleidung: Dirndln und Lederhosen. Überwiegende Stimmung: herzhaft und ausgelassen wie bei einem Fest mit "Bergbauernbuam" (Liedtitel). Einzige Ausnahme: Mucksmäuschenstill war es, und der proppenvolle Platz ein Lichtermeer, als Gabalier in steirischer Mundart "Amoi seg´ ma uns wieder" sang. Die Ballade ist seinem toten Vater und der kurz darauf verstorbenen Schwester gewidmet.

Viele Besucher kommen später

Die eine oder andere Träne, die dabei rollte, war nichts im Vergleich zu dem Starkregen, der bis kurz vor Konzertbeginn herrschte. Schon kursierten Absagegerüchte. Doch tobte sich das Gewitter gerade noch rechtzeitig aus. Die unwetterbedingt verspätete Ankunft vieler Besucher an den beiden Eingängen bereitete jedoch organisatorische Probleme: Obwohl Gabalier 20 Minuten später begann, standen draußen noch etliche Fans. Drinnen fragte man sich, ob dieses "Menschenmeer" (Gabalier auf Facebook) zu groß war für die Festwiese. "Das Konzert an sich war top, aber das Organisatorische nicht", fand der Ladenburger Stjepan Cukelj. Wenn auch teils durchnässt, feierten die Fans volkstümliche Stimmungshits im rockigen Gewand wie "Hulapalu". In der Ansage von "A Meinung haben" brach Gabalier eine Lanze für den Mannheimer Sänger Xavier Naidoo, der Ecken und Kanten zeige: "Das Lied verbindet uns zwei ein bisserl."

Tags zuvor stand Nena vor rund 3500 Besuchern auf der Festwiese im Mittelpunkt. Mit "Genau jetzt" vom aktuellen Album eröffnete die 56-Jährige mit dem mädchenhaften Charme eine rockige Pop-Show, die nicht nur Fans begeisterte. Für das Stück "Oldschool" holte Nena rund 50 Leute zum Tanzen auf den Laufsteg vor der Bühne. Selbst gab sie 90 Minuten lang Gas und schien dabei so viel Spaß zu haben wie zu den Glanzzeiten der Neuen Deutschen Welle in den 80er Jahren. Damals wie heute zündeten Hits wie "Nur geträumt" und "99 Luftballons" am meisten. Bei "Zaubertrick" saß Nena mit der akustischen Gitarre vorne am Laufsteg ganz nah beim Publikum. Ihr Sohn Sakias sang soulig ebenso gemeinsam mit Nena wie ihre Tochter Larissa - und die ganze Festwiese. Ein starkes Pfund: Nenas Bandmusiker. "Ich habe sie erstmals live erlebt und bin ganz überwältigt, fantastisch auch die Location", zeigte sich der Mannheimer Peter Schmittinger angetan. Auch das Vorprogramm überzeugte: Der Wahl-Mannheimer Jonathan Zelter überraschte bei "Ein Teil meines Herzens" mit dem Rapper Ricky Reason als Gast. Humorvoll und sympathisch zeigte sich der in Brühl lebende Laith Al-Deen.

Wie jedoch zu hören war, störte es manchen zahlenden Gast, dass früh die Kasse geöffnet wurde und etliche Zaungäste in den Gratisgenuss eines großen Teils des Nena-Auftritts kamen. Aus Sicht des Hirschberger Veranstalters DeMi-Promotion war der erste Tag zu schwach besucht, man hatte 5 000 Besucher erwartet.

Montag, 30.05.2016

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