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Verkehr: Sanierung der A 6 bei Mannheim beginnt mit Reparatur der Theodor-Heuss-Brücke / Bauzeit dauert bis Ende 2020

Zum Auftakt geht’s fast ein Jahr lang einspurig über den Rhein

Von unserem Redaktionsmitglied Bernhard Zinke

So sah es auf der A 6 im vergangenen Sommer bei einspurigem Verkehr in Richtung Pfalz aus. Ab April wird sich die Region an solche Bilder gewöhnen müssen.

© bjz

Der zweite Bauabschnitt: Ab Winter 2017 wird die Autobahnbrücke über die B 44 abgerissen und neu aufgebaut. Dafür muss die Bundesstraße wohl an einigen Wochenenden gesperrt werden.

© bjz

Mannheim. Die Region erwartet eine neue, riesige Dauerbaustelle. Die A 6 bei Mannheim-Sandhofen wird ab dem 10. April - pünktlich zu Beginn der baden-württembergischen und rheinland-pfälzischen Osterferien - grundsaniert. Die geplante Dauer der Reparaturarbeiten auf der spürbar kaputten Autobahn: vier Jahre.

Die Baustelle hat es in vielerlei Hinsicht in sich. Unter anderem werden die Übergangskonstruktionen auf der Rheinbrücke ausgetauscht - mit massiven Folgen für den länderübergreifenden Verkehr auf der Autobahn. Die marode Brücke über die B 44 direkt an der Auf- und Abfahrt Mannheim-Sandhofen wird in einem zweiten Bauabschnitt sogar komplett abgerissen und wieder neu errichtet.

Nachdem das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe als verantwortliche Institution die Kommunen kurz vor Weihnachten über die Maßnahme informiert und bei Bürgern für Überraschung und Empörung, teilweise sogar für blankes Entsetzen gesorgt hatte, können sich nun - zwei bis drei Wochen vor Beginn der Bauarbeiten - auch die Bürger aus erster Hand informieren, was da genau auf sie zukommt. Am Mittwoch, 22. März, gibt es einen Infoabend in der Lampertheimer Zehntscheune (Römerstraße 51). Eine Woche später, am 29. März, informiert das RP die Bürger im Gemeindehaus St. Bartholomäus in Mannheim-Sandhofen.

Belastungsprobe für ganze Region

Gleich zu Beginn der Bauzeit kommt es zur Belastungsprobe für den Verkehr, die sich auf die gesamte Metropolregion auswirken dürfte. Zur Sanierung der Autobahnbrücke wird der Verkehr bis zum Jahresende jeweils einspurig pro Fahrtrichtung über den Rhein geleitet. "Da die bestehende Rheinbrücke im Flussbereich sehr schmal ist, muss für die Sanierung jeweils eine Brückenseite vollständig gesperrt werden", informiert das RP. Deshalb stehe für den Verkehr nur jeweils ein Fahrstreifen zur Verfügung. Das sei sowohl den neuen Arbeitsschutzrichtlinien als auch der Art der Arbeiten - den Austausch der Übergangskonstruktionen - geschuldet. Die Verkehrsführung und das Rettungskonzept bei Unfällen im Baustellenbereich sei in enger Zusammenarbeit mit den Verkehrsbehörden, Polizeidienststellen, Feuerwehren und Rettungsleitstellen festgelegt. Neben Stauwarnanlagen will das RP auch mehrsprachig über den beim Lkw-Verkehr beliebten CB-Funk warnen. Außerdem bekommt die Brücke - genau wie die Baustelle auf der A 656 bei Mannheim-Friedrichsfeld - eine eigene Löschwasserversorgung über festinstallierte und gleichmäßig auf der Brücke verteilte Zapfstellen.

Wenn dieser Abschnitt zum Jahresende fertiggestellt ist, machen sich die Bauarbeiter an die Sanierung der Anschlussstelle Sandhofen. Hier werden sie die komplette Brücke über die B 44 abreißen. Die bestehende Konstruktion sei aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr sanierbar. Das RP will jedoch eine Behelfsbrücke in der Mitte der Fahrbahnen aufbauen, über die der Verkehr "weitgehend vierspurig" rollen soll. Auch auf der darunter verlaufenden B 44 soll der Verkehr nach den Angaben der Karlsruher Verkehrsplaner reibungslos verlaufen, abgesehen von Sperrungen an einigen Sonntagen und einem Wochenende, wenn die Brücke abgerissen und die Behelfsbrücke aufgebaut wird. Die Auf- und Abfahrt der A 6 soll während der gesamten Bauphase uneingeschränkt möglich sein. Diesen Abschnitt will das RP bis zum Frühjahr 2019 erledigt haben. Sozusagen in einem Aufwasch folgen die Bauabschnitte drei und vier: die Sanierung der Fahrbahn und der Lärmschutzwände östlich der Anschlussstelle bis hin zur hessischen Landesgrenze.

Keine Kollision mit Hochstraße

Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2020 erledigt sein. Und das aus gutem Grund: Steht doch - nach bisherigen Planungen, allerdings noch ohne Finanzierungszusage von Bund und Land - ab Ende 2019 der Abriss der Hochstraße Nord in Ludwigshafen auf der Agenda der Straßenbauer. Allerdings sei nach Angaben der Baustellenplaner erst ab Anfang 2021 mit ersten Einschränkungen des Straßenverkehrs zu rechnen.

Montag, 20.03.2017

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