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Grüne Lußheim: Ortsverein spricht sich für Erhalt des Hauses in der Hauptstraße 74 aus / Zeichnung zeigt Ansicht nach Renovierung

„Sanierung würde Ortskern aufwerten“

Der Hobbykünstler Erhard Zaha fertigte eine Zeichnung des Hauses in der Haupt-straße 74 an, wie es nach einer Sanierung aussehen könnte.

© Erhard Zaha

Alt-/Neulussheim. Die Grünen Lußheim sprechen sich für den Erhalt des wahrscheinlich ältesten Gebäudes in Altlußheim in der Hauptstraße 74 aus. Das teilt der Ortsverein in einer Presseinformation mit. "So könnte es aussehen, das Haus, über dessen Zukunft in den vergangenen Monaten häufig diskutiert wurde", schreiben die Grünen in der Mitteilung und verweisen auf eine Zeichnung des Malers Erhard Zaha. "Mit einem Keller, der wahrscheinlich noch vor 1689 entstand, ist das um 1806 erbaute Gebäude wahrscheinlich das älteste Haus Altlußheims."

Die Zeichnung sei anhand von Fotos des im Dachgeschoss freiliegenden Fachwerks sowie Informationen über Fränkische Fachwerkskunst angefertigt worden, so Heike Roll von den Grünen. Es zeige, welcher Schatz sich hinter der momentan noch verputzten Fassade verbirgt.

Erhard Zaha stammt aus Anger in Bayern. Er ist laut Roll dort ein bekannter Hobbykünstler und betreibt ein Museum. Zudem sei er Architekt im Landesdenkmalamt in Bad Reichenhall gewesen. "Er ist durch die Freundschaft mit meinen Eltern über meinen Einsatz für den Erhalt des Kämpf-Hauses informiert und bot seine Hilfe an", so Roll. "Mit Fotos, die ich im Haus machen durfte, und Bildern von außen, auf denen man das durch die verputzte Fassade Fachwerk durchscheinen sieht, fertigte er die Zeichnung an."

"Die Sanierung dieses Gebäudes, notfalls auch im Alleingang als Gemeinde, würde den Ortskern Altlußheims nicht nur um ein Vielfaches aufwerten, sie würde den Altlußheimern ein Stück Geschichte, Tradition und Identität bewahren", heißt es in der Pressemitteilung. Auch das sollte die Aufgabe des Gemeinderats sein. Es bleibe zu hoffen, dass die an der Entscheidung beteiligten Personen dies erkennen und den Wert des Hauses nicht nur aufgrund rechnerisch zu ermittelnden Zahlen bewerten", schließt die Meldung. zg

© Hockenheimer Tageszeitung, Donnerstag, 14.02.2013

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