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Nachruf: Olivier d’Ormesson ist im Alter von 94 Jahren gestorben

Ein Vater der Partnerschaft

Brühl. Zwei kurze Mails erreichten Bürgermeister Dr. Göck und die Brühler Freunde von Olivier d'Ormesson (Bild). Der Alt-Bürgermeister der französischen Partnerstadt und Ehrenbürger der Hufeisengemeinde ist gestorben.

In den letzten Tagen des Ersten Weltkriegs geboren, wurde er 94 Jahre alt. Sein Name war der seiner Stadt, die ihm Aufgabe, Programm und Lebensinhalt geworden ist.

Als junger Journalist 1947 zum ersten Mal gewählt, hat er bis 1998 die Geschicke dieser Gemeinde im Süden von Paris geleitet. Olivier d'Ormesson war damit 51 Jahre lang Bürgermeister von Brühls Partnergemeinde.

Wie Bürgermeister Dr. Göck in seinem Beileidsschreiben an die Gemeinde und die Familie festhielt, war er der "Motor der Entwicklung seiner Stadt" und ein großer Freund Brühls geworden.

Auf verschiedenen Ebenen aktiv

Olivier d'Ormesson war parallel zu seinem kommunalen Amt auch mehrfach von den Bürgern der Partnergemeinde in die französische Nationalversammlung und auch in das Europäische Parlament gewählt worden. Er gehörte zu den führenden Politikern seines Landes. Und in dieses zweite Feld seines Wirkens fügte sich auch die Partnerschaft mit Brühl ein, der er durch seine Persönlichkeit Glanz verliehen hat.

Seit den ersten Kontakten, 1975, und der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags mit Gerhard Stratthaus, 1977, gewann er hier viele Freunde. Mit seinen motivierenden Reden hat er die Menschen nicht nur begeistert, sondern unermüdlich für die den Europäern gemeinsamen Ziele geworben: Versöhnung, Verständigung und Verantwortung für die Zukunft.

Kämpfer für Frieden

Auch in seinem sogenannten Ruhestand hat Olivier d'Ormesson die Geschicke der beiden Gemeinden und auch die Weltpolitik weiter verfolgt.

Im Juni 2011 fasste er in einer Art Testament zusammen: "Unsere beiden Städte und Nationen hegen heute Sympathie füreinander. In der globalisierten Welt von heute gibt es aber neue Herausforderungen: Terrorismus, Hungerkatastrophen und die Bedrohung des Weltklimas.

Um sie anzupacken, ist die Sympathie, die zwischen uns beiden besteht, ein Erfolgsfaktor erster Ordnung.

Bleiben wir Freunde, damit alle, die uns sehen, begreifen, dass ein Geist gegenseitigen Einverständnisses notwendig ist, um die Zukunft der Menschen und Völker zu sichern. Ihnen allen sagen wir: Werdet Freunde, wie wir es geworden sind!" sr

© Schwetzinger Zeitung, Samstag, 27.10.2012

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