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Katholische Kirche: ECC besucht Gottesdienst

Bütt stand auf der Kanzel

Pfarrer Brandt bei seiner jährlichen Fasnachtspredigt.

© Geschwill

Eppelheim. Ehrensache für die Aktiven des Eppelheimer Carnevalclubs: Kommt der katholische Pfarrer Johannes Brandt zur ECC-Prunksitzung, besucht im Gegenzug eine Abordnung an Elferräten und Garden den Gottesdienst in der Christkönigkirche. Denn an diesem Tag macht der Pfarrer aus seiner Herkunft keinen Hehl: Der gebürtige Rheinländer wartet mit einer geschliffenen, in Reimform gehaltenen Predigt auf, in der er fernsehreif Politik, Gesellschaft und Kirche auf den Prüfstand stellt.

Die berühmte närrische und in Reimform gehaltene Fastnachtpredigt des Pfarrers ließ denn auch nicht lange auf sich warten.

Brandt zückte die Narrenkappe und legte los: "Auf die Ohren" bekamen Grapsch-, Plagiats- und Geldgier-Politiker. Den weisen Reden aus der Politik traute er nicht: "Auch Propheten sagen die Zukunft voraus, schlagen aber keinen Profit daraus." Einigen in verantwortlichen Positionen hielt Brandt den Narrenspiegel vor. Für alle hatte er den Rat: "Wer nicht auf Gottes Wegen wandelt, am Ende zum eigenen Schaden handelt." Er fragte aber auch: "Wie geht's mit unserer Kirche weiter?" Diese Frage stimmte wahrlich nicht heiter. Vergewaltigungsopfer würden von katholischen Kliniken abgewiesen, die Kirche verweigere Verhütung. "Damit ist für viele unser 'Laden' abgeschrieben."

Die Kirche müsse sich an die eigene Nase fassen und feststellen: "Mutter Kirche benimmt sich in gewissen Dingen wie eine alte Tante." Doch langsam müsse man merken, dass das Fundament ziemlich wackelt und es wie "Hechtsuppe" durch die Ritzen zieht. "Die Wahrheit ist manchmal schwer. Der Blick in die Vergangenheit genügt für die neue Zeit nicht mehr", verkündete der Pfarrer. sge

© Schwetzinger Zeitung, Mittwoch, 13.02.2013

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