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Gymnasium: Nach der Ablehnung von G 9 für das Bonhoeffer-Gymnasium laden Schulleitung und Gemeindeverwaltung zu einer Informationsveranstaltung ein

„Dramatische Auswirkungen aufs Schulzentrum“

Nur mit G 9 hat das Bonhoeffer-Gymnasium eine Zukunft, stellen Schulleitung und Stadtverwaltung fest.

© Geschwill

Eppelheim. "Die Lage am Dietrich Bonhoeffer ist ernst, fast könnte man sagen - dramatisch." Mit diesen Worten beginnt eine Pressemitteilung der Stadt Eppelheim, mit der sie auf die prekäre Situation des Schulstandorts Eppelheim hinweisen und zu einer Informationsveranstaltung einladen will.

Hintergrund sei der vom Kultusministerium abgelehnte Antrag des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG) zurück zu G 9. Besonders ärgerlich aus Sicht der Stadt: Von den 52 Anträgen wurden lediglich acht abgelehnt, darunter eben Eppelheim. Nicht nachvollziehbar für die Stadt ist, "dass gerade jene Schule abgelehnt wird, die sich nicht für einen parallelen Zug G 8 und G 9 beworben, sondern sich bewusst nur für den traditionellen ausgesprochen hat".

"Nur für G 9 entschieden"

"Es handelt sich also nicht um eine Option, sondern um die bewusst und einvernehmlich mit Bürgermeister, Lehrern, Eltern und Schülern getroffene Wahl für den klassischen Weg", erklärt Bernhard Fellhauer, Rektor des Gymnasiums. Die Begründung des Ministeriums sei außerdem äußerst lapidar gewesen. Man habe den Eindruck, dass der gründlich erarbeitete, schlüssig erörterte und dezidierte Antrag der Schule vom Ministerium gar nicht richtig wahrgenommen worden sei, so Fellhauer weiter. "Und gerade das, dass diese Mühe gar nicht anerkannt wird, ist besonders bitter", so Marion Leibert, Lehrerin und Mitglied der Arbeitsgruppe G 9.

Auch der Bürgermeister ist als Schulträger über diese Entscheidung alles andere als erfreut. Dabei geht es nicht nur um den Disput G 8 versus G 9: Dass durch G 8 wertvolle Zeit für außerschulische Aktivitäten verloren ginge, worunter nicht nur das kindliche Wohl leide, sondern auch die Vereinslandschaft als solche, wodurch dann wiederum die Kommune durch Fördergelder intervenieren müsste, sei ohnehin ein Faktum, das für G 9 spreche.

Es geht dem Bürgermeister aber vielmehr und vor allem um die Art und Weise, wie die der Antrag abgelehnt worden sei. "Wie die Landesregierung mit ihren Bürgern umgeht, ist äußerst prekär", so Mörlein. Sei es doch die Partei des jetzigen Ministerpräsidenten gewesen, welche sich vor der Wahl für den Volksentscheid eingesetzt und für eine stärkere Bürgerbeteiligung plädiert habe.

Besonders ärgert sich der Bürgermeister über die fehlende Schlüssigkeit der Beweggründe. "Zwischen Neckarbischofsheim, Mosbach und Mannheim klafft eine weiße leere Fläche", so Mörlein. Die Rechtfertigung von MdL Rosa Grünstein, die Eppelheimer Schüler könnten bequem nach Mannheim fahren, sei hinfällig. Immerhin bringe ein längerer Schulweg einen Zeitverlust von mindestens zwei Stunden täglich, behauptet Mörlein. Dem pflichtet Michael Dobberstein vom Freundeskreis DBG bei: "Es ist doch völlig absurd, den Kindern als Eltern durch G 9 mehr Zeit für kulturelle und sportliche Aktivitäten gewähren zu wollen und diese neu gewonnene Zeit dann wieder durch lange Fahrtzeiten in Bus und Bahn entbehren zu müssen. Das ist doch eine bloße Verlagerung des Zeitverlustes."

Als ob diese angesprochenen Punkte nicht ausreichen würden, warnen Schulleitung und Bürgermeister vor einem versteckten Sinn in der Antwort von Rosa Grünstein über sinkende Schülerzahlen: "Erlaubt man dem DBG nun nicht, sich zu einem klassischen G 9 zurückverwandeln zu dürfen, sei nicht nur die Zukunft des Gymnasiums ungewiss, sondern jene des gesamten Schul- und Medienzentrums.

Angst um Zukunft des DBG

Eine Gesamtschule, wie sie Grünstein erwähne, sei hierbei keine Lösung, erklärt Mörlein; vor allem sei diese keine Alternative, erklärt Leibert, indem sie die Thematik aufgreift: Jene Eltern, welche sich eine Privatschule mit G 9 - so wie es sie in Heidelberg bereits gibt und in Schwetzingen entstehen soll - leisten können, werden ihre Kinder dorthin schicken", heißt es in der Pressemitteilung. "Alle anderen, die landen in der Gemeinschaftsschule. Soll das die Chancengleichheit sein, für welche sich Grünrot so leidenschaftlich einsetzt", so Leibert. aw

© Schwetzinger Zeitung, Freitag, 15.02.2013

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