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Wild-Halle: Bauchtänzerinnen zeigen bei der „Benefiz-Gala Oriental“ eine Vielfalt ihres Könnens / Erlös kommt zwei SOS-Kinderdörfern in Tunesien und Kairo zugute

Ganz wie aus 1001 Nacht

Von unserer Mitarbeiterin Sabine Geschwill

Der Orient lässt grüßen: Das Ensemble "Les Amatrices" begeisterte das Publikum nicht nur mit ihren schicken blauen Kostümen, sondern auch mit einem äußerst ansprechenden "American-Tribal-Style"-Bauchtanz.

© Geschwill

Eppelheim. Zum wiederholten Mal gastierte der Bundesverband Orientalischer Tanz mit einer "Benefiz-Gala Oriental" in der Rudolf-Wild-Halle. Die Schirmherrschaft hatte Bürgermeister Dieter Mörlein übernommen. Den Zuschauern wurde Bauchtanz in seiner ganzen Vielfalt geboten. Die geheimnisvollen und Lebensfreude ausstrahlenden Tänze aus 1001 Nacht zogen das Publikum schnell in ihren Bann. Man fühlte sich in den Orient versetzt. Die schönen Bauchtanzkostüme der Tänzerinnen, ihr Schmuck und die farbenfrohen Tücher taten ihr Übriges, um jede Aufführung zum Blickfang werden zu lassen.

Mehr als ein Dutzend Darbietungen umfasste das Abendprogramm. Sowohl Gruppen als auch Solotänze begeisterten mit ihren Choreographien das Publikum. Die Auftritte bewiesen: Bauchtanz ist keine Frage des Alters. Auch jenseits der 50 darf Frau selbstbewusst Hüftschwung zeigen. An der Gala nahmen auch Kinder- und Jugendgruppen teil und ernteten viel Applaus. Durch den Abend führte mit viel Fachwissen die Vorsitzende des Bundesverbandes Bambi Sahab aus Heidelberg.

Der Bundesverband Orientalischer Tanz betreut mittlerweile 900 Mitglieder und bildet Tänzerinnen und Dozentinnen aus, erfuhr man von Sabine Baumann, die unter ihrem Künstlernamen "Dahab Sahar" Bauchtanz in Neckargemünd anbietet. Zugleich können über den Verband Fachliteratur und Musik für den Bauchtanzunterricht geordert werden. Die eigene Fachzeitschrift Chorikà dient den Mitgliedern nicht nur als wichtige Informationsmöglichkeit, sondern befasst sich in verschiedenen Reportagen auch mit der Geschichte des Bauchtanzes.

Seit mehr als 3000 Jahren

Als einer der ursprünglichsten Tänze der Frau wurde er schon vor über 3000 Jahren in Afrika getanzt. Seinen Namen erhielt der Bauchtanz erst im 20. Jahrhundert von der westlichen Welt. Er ist die ideale Bewegungsform für den weiblichen Organismus, wusste Sabine Baumann. Dort wo die Wiege des Tanzes steht, wurde er von Frauen für Frauen getanzt, wie beispielsweise als Ausdruck der Lebensfreude, als Fruchtbarkeitstanz oder während des Geburtsvorgangs. Heute ist der Bauchtanz das Produkt vieler Einflüsse aus Folkloretänzen der orientalischen und westlichen Welt.

Die verschiedenen Darbietungen des Galaabends sowie die einzelnen Gasttänzerinnen stellte Bambi Sahab vor. Zu einem Höhepunkt wurde der Tanz von Selina-Yasira. Sie zeigte ihre Freude an der Bewegung mit einer faszinierenden Doppelschleier-Choreographie. Extra für einen Auftritt aus Stuttgart angereist war Artemis. Sie leitet zugleich auch das Regionalbüro des Bundesverbandes und ist alljährlich Gastgeberin eines vielbeachteten Bauchtanzfestivals in Stuttgart.

Bewegungen voller Mystik

Auch im zweiten Teil der Benefiz-Gala erfreuten die Bauchtanzdarbietungen das Publikum. Zu sehen gab es Bewegungen voller Anmut und Mystik wie einen Säbeltanz von Shara, einen Schleiertanz von Sora und einen folkloristischen Tanz aus Westägypten vom Ensemble Mellany Amar.

Der Erlös des Abends kommt direkt zwei SOS-Kinderdörfern in Tunesien und Kairo zugute, für die Bambi Sahab als Bundesverbandsvorsitzende die Patenschaft übernommen hat.

© Schwetzinger Zeitung, Montag, 11.02.2013

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