DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Freitag, 31.10.2014

Suchformular
 
 
Schwetzingen Oftersheim Plankstadt Eppelheim Brühl Ketsch Hockenheim Altlußheim Neulußheim Reilingen Speyer

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden

Serie „Spielplätze im Test“ (Teil 9 und Schluss): In der Parkstraße gibt es zwar jede Menge Platz zum Spielen, die Vielfalt bleibt jedoch ein bisschen auf der Strecke

Ausstattung lässt Fantasie viel Freiraum

Von unserem Redaktionsmitglied Vanessa Schäfer

© Schäfer

"Magst du auch ein Stück Kuchen?" Dem Angebot von Leonie kann man kaum widerstehen. Neben sich hat die Viereinhalbjährige in Reih' und Glied Kastenkuchen drapiert. "Schokoladenkuchen, Nusskuchen, Kirschkuchen", zählt sie stolz auf und schneidet mit ihrer Schaufel ein großes Stück ab. Normalerweise kommt Leonie selten mit ihrem eineinhalbjährigen Geschwisterchen Luisa und Mama Tina Freisinger auf den Spielplatz an der Parkstraße. "Weil es in Hockenheim attraktivere gibt", gesteht die zweifache Mutter.

Heute wollen sich die drei auf dem großen Gelände jedoch austoben und haben dazu gleich noch Freunde mitgebracht: Sabrina Bühler hat Töchterchen Hanna (5) im Schlepptau und die Mama der dreieinhalbjährigen Anna, Simone Keller, hat Sandelsachen eingepackt.

Sandkasten als größte Attraktion

Eine gute Idee, wie die vier Mädchen bereits nach wenigen Minuten finden. Denn das Spielgelände an der Parkstraße ist zwar unglaublich groß, aber das Interesse an den Spielgeräten selbst ist schnell gestillt. "Sie probiert meistens alles einmal aus, aber dann ist es auch wieder gut", weiß Simone Keller aus Erfahrung. Hanna und ihre Mutter kommen schließlich öfter hier her, "weil wir gerade um die Ecke wohnen."

Zweimal klettern die Mädchen auf die grüne Rutsche, die alle bis auf die kleine Luisa mühelos besteigen können, zweimal wird eines der Federtiere ausprobiert und zweimal wird die Wippschaukel in Beschlag genommen. "Die finde ich toll, weil man im Stehen und im Sitzen wippen kann", bemerkt Leonie und funktioniert das Gerät auch gleich zum Klettergerüst um.

Schließlich gibt es auf diesem Spielplatz keine Alternative zum Klettern, was sowohl die Mädchen als auch ihre Mütter bedauern.

Nahezu leer geht an diesem sonnigen Oktobertag Luisa aus. Sie ist für die meisten Spielgeräte zu klein. "Was aber auf den meisten Spielplätzen der Fall ist", berichtet Tina Freisinger, die die Kleine eigentlich mit Schaukeln aufmuntern wollte. "Daraus wird jetzt aber wohl nichts", sagt sie schmunzelnd und weist auf das Gerüst hin, wo normalerweise zwei Schaukeln - eine für die kleinen und eine für die großen Kinder - angebracht sind.

Die Schaukeln wurden nach einer Prüfung durch die Dekra Karlsruhe wegen Standunsicherheit abgenommen (wir berichteten).

Wippe etwas unkomfortabel

Zum Trost führt Freisinger die Eineinhalbjährige zur orangefarbenen Wippe. Doch nachdem Luisa zweimal in der Höhe war, reckt sie die Arme schon wieder in Richtung Mama aus. "Die prallt recht hart auf dem Boden auf, da fehlt etwas, was ein bisschen abfedert", erklären sich die drei Mütter das mangelnde Interesse der Kinder an dem Spielgerät.

Um die Sicherheit ihrer Sprösslinge müssen sie auf dem Spielplatz trotz der Lage direkt an der Straße jedoch nicht bangen. Die Fläche ist weitestgehend eingezäunt. "Das ist richtig gut gemacht, so dass man die Kinder springen lassen kann", ist der einstimmige Tenor.

Und das nutzt Anna aus. Sie sprintet zwischen Sandkasten und Wippschaukel hin und her, pflückt auf der großen Rasenfläche hier und da sogar Löwenzahn. "Wenn wir Jungs hätten, könnte man hier auch gut Fußball spielen", kommt es ihrer Mutter Simone Keller in den Sinn.

Ein Blick auf das Spielplatzschild nimmt den Müttern diese Illusion aber schnell wieder: Fußballspielen ist hier nicht erlaubt.

Seilbahn wäre gute Aufwertung

"Dann könnte man den Platz wenigstens nutzen, indem man eine Seilbahn oder so etwas anbringt", regt Tina Freisinger an, während die Mädchen schon wieder mit der Schaufel bewaffnet im Sandkasten sitzen und mit ihren Förmchen Kuchen und Eistüten zaubern. "Das Sandeln ist hier einfach am besten", findet Hanna.

Ihre Mutter Sabrina Bühler schätzt aber neben dem großen Sandkasten vor allem die Übersichtlichkeit auf dem Spielplatz. Egal, wo man sich befindet, habe man die Kinder immer im Auge. "So können sie ein bisschen für sich sein und fühlen sich nicht kontrolliert." Ein Pluspunkt, der besonders für Eltern die Attraktivität des Spielplatzes erhöht - wenn auch der Spaßfaktor für den Nachwuchs schnell nachlässt. Denn das Besondere, das muss man auf dem Gelände an der Parkstraße suchen. Da bedienen sich die Kinder lieber der eigenen Fantasie, spielen Fangen oder tauchen in die Sandbackstube ab, in der der Kuchen niemals ausgeht.

© Hockenheimer Tageszeitung, Dienstag, 30.10.2012

Kommentar schreiben

Jeder Kommentar wird mit dem Vor- und Nachnamen des Autors veröffentlicht.

Sie müssen sich einloggen, um einen Kommentar zu verfassen.

Leser-Kommentare  

Aufgrund von nicht freigegebenen Kommentaren kann die Anzahl dargestellter Kommentare abweichen

    • via Facebook teilen
    • Drucken
    • Senden
     

    Facebook Fans der Schwetzinger Zeitung

    Fotostrecke

    Spielplätze im Test

    In unserer Serie "Spielplätze im Test" gehen wir unter anderem Fragen nach dem Zustand der Geräte oder der Lage nach und befragen nach Möglichkeit Spielplatzbesucher - Eltern wie Kinder - nach ihrem eigenen Urteil. [mehr]

    Fotostrecke

    "Meine grüne Oase"

    Manchmal liegt das Schöne gar nicht so fern: In unserer Serie "Meine grüne Oase" stellen wir liebevoll gestaltete Gärten unserer Leser vor. Tauchen Sie mit unserer Bildergalerie ein in die blühenden Träume und werfen Sie einen Blick hinter die grünen Kulissen. [mehr]

    Serie

    Unter uns

    "Unter uns" ist der Titel einer neuen, lose erscheinenden Serie.Darin stellen wir Mitbürger vor, die außerhalb Deutschlands geboren wurden und im Laufe ihres Lebens in unsere Region kamen.Kennen Sie jemanden für die Serie oder haben Sie Anregungen? Dann melden Sie sich bei uns: sz-redaktion@schwetzinger-zeitung.de

    Webcam Schwetzingen

    Blick von der Schwetzinger Zeitung in Richtung Westen auf den Schlossplatz.


    Aktuelles Webcam-Bild in Schwetzingen

    Rund 200 Jobs, Praktika und Ausbildungsplätze in Hockenheim und Umgebung finden Sie hier

     

    DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR