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Serie „Spielplätze im Test“ (Teil 7): Klettergerüst ist das Lieblingsgerät auf der Anlage in der Arndtstraße / Auch für kleinere Kinder gut geeignet

„Hier ist es fast so wie im Affengehege“

Von unserer Mitarbeiterin Corinna Perner

Spaß auf dem Spielplatz: Wenn Mama Patricia Siegfried hilft, kommt auch die kleine Luisa am Klettergerüst auf dem Spielplatz in der Arndtstraße hoch hinaus. Während Selina (links) ihrem Bruder Leon erklärt, wie das mit dem Klettern funktioniert, macht sich Sina schon einmal auf den Weg nach oben.

© Perner

"Bitte heben, sei so gut" - Mit ihren strahlend blauen Augen schaut die zweijährige Luisa Siegfried ihre Mutter Patricia an und setzt den ersten Fuß auf die Strickleiter. Woher sie die drollige Redewendung hat, weiß auch ihre Mutter nicht so recht. Bedächtig setzt das Mädchen einen Fuß vor den anderen, bis sie oben angekommen ist. Als sie wieder festen Boden unter den Füßen hat, will sie gleich noch einmal.

Ganz anders dagegen ist der ebenfalls zweijährige Leon. Wie ein Wirbelwind saust er über den Platz, versucht die Turnübungen seiner Schwester Selina (6 Jahre) und deren Freundin Sina (5 Jahre) nachzuahmen und hat jede Menge Spaß daran, sich in den Sand fallenzulassen.

Die vier Kinder und ihre Mütter wohnen allesamt in der Nachbarschaft des Spielplatzes. Das zwischen Arndtstraße, Neugärtenring und Herderstraße liegende Gelände bietet jede Menge Platz zum Spielen und Toben. Zugegeben, viele Geräte sind es nun wirklich nicht, die auf die kleinen Besucher warten. Aber mit einer Rutsche, zwei Schaukeln und einem Klettergerüst sind die klassischen Spielgeräte schon einmal vertreten. Hinzu kommen eine Hangelmöglichkeit sowie drei unterschiedliche hohe Turnstangen.

Einziger Nachteil hieran: Der Stangendurchmesser ist so groß, dass kleine Kinderhände sich beim Festhalten schwer tun. Das letzte Spielgerät ist ein Schaukeltier, doch keiner weiß, was es darstellen soll. Es scheint auch schon seit längerem auf dem Platz zu stehen, denn sowohl Griffe als auch Fußstützen fehlen, so dass kaum etwas damit anzufangen ist.

"Hier ist es fast wie im Affengehege", meint Sina, als die beiden Kindergartenfreundinnen auf ihre Kletterkünste angesprochen werden. Immer wieder neue Tricks fallen ihnen ein. Das sechsseitige Klettergerüst, das unter anderem mit Strickleiter, Turnstangen und einem Netz aus bunten Seilen ausgestattet ist, wird einstimmig zum Lieblingsgerät der beiden ernannt.

Über die Schaukel ist Erstklässlerin Selina nicht ganz so glücklich, da sie recht tief angebracht ist. Als Luisa am Rutschen ist, entdecken die beiden aufmerksamen Mädchen ein weiteres Manko. Der Ausstieg zum Hangeln gegenüber der Rutsche könnte für allzu neugierige Kinder gefährlich werden. An die Ringe traut sich übrigens keiner. Die hängen mit geschätzten zweieinhalb Metern auch recht hoch für einen Kinderspielplatz.

Ausgetauscht werden müsste neben dem Schaukeltier auch das Geländer an der Treppe zur Rutsche. An den beiden Rundhölzern nagt wohl seit längerem der Zahn der Zeit. Größere Risiken gehen jedoch von dem Spielplatz nicht aus. Obwohl er von einigen Seiten aus zugänglich ist, liegt er durch das viele Grün und kleine Wege gut von den Straßen abgeschirmt. Auch an der Sauberkeit ist größtenteils nicht zu mäkeln. Abgesehen von Hundebesitzern, die ab und an über den Platz laufen und deren Tiere dort sicher auch einmal ihr Geschäft verrichten, sowie vereinzelten Papierschnipseln im Sand, sind keine Mängel zu finden.

Gepflegte Sträucher und Bäume

Dank zahlreicher gepflegter Sträucher und Laubbäume auf und um den Platz sind ausreichend viele Möglichkeiten gegeben, sich im Schatten aufzuhalten. Insgesamt sechs Bänke laden zum Sitzen ein, jedoch sind sie teilweise bemoost oder mit Graffiti besprüht. Claudia Groß hält den Spielplatz alles in allem "auch für Kleine geeignet", ihre beiden Kinder könnten sich trotz des Altersunterschiedes hier gut beschäftigen. Außerdem sei die Rutsche nicht so schnell, so dass der kleine Leon problemlos alleine rutschen könne. Die Nutzung sei leider nur mittelmäßig, so die drei Mütter. Der freie Platz würde regelmäßig für Ballspiele genutzt, wofür er auch gut geeignet ist, da andere Spielgeräte und Häuser weit genug entfernt sind.

Patricia Siegfried zieht den Platz der großen Anlage im Gartenschaupark vor. Hier müsse man immerhin keine Wartezeiten an besonders begehrten Spielgeräten in Kauf nehmen. "Mama, gehen wir auf dem Heimweg am Kastanienbaum vorbei?", bittet Selina, als es so langsam Zeit ist, nach Hause zu gehen. Als sie ihren Wunsch erfüllt bekommt, tönen gleich zwei Freudenschreie über den Platz. Kein Wunder: Da Sina in der Nähe wohnt, heißt das wohl auch für sie, dass sie ihrer Kastaniensammlung noch einige weitere Stücke hinzufügen kann.

© Hockenheimer Tageszeitung, Donnerstag, 20.09.2012

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