Hausbrand:
Vermutlich heiße Asche im Abfall entzündet Wärmedämmung einer Fassade / 40 000 Euro Sachschaden
Feuer breitet sich rasend schnell aus
Archiv-Artikel vom Montag, den 08.04.2013
Von unserem Redaktionsmitglied Ralf Strauch
Die Aktiven der Ketscher Feuerwehr konnten durch ihren schnellen und gezielten Einsatz verhindern, dass die Flammen des Fassadenbrandes in der Schubertstraße auf das Innere des Wohnhauses übergriffen.
© Priebe
Ketsch.
Das sprichwörtliche Glück im Unglück hatten in der Nacht von Freitag auf Samstag die Anwohner eines Hauses in der Schubertstraße, erklärt der Kommandant der Ketscher Wehr, Thomas Maier, auf Anfrage unserer Zeitung. Weil die Anwohner sehr frühzeitig von den Flammen aus dem Schlaf gerissen wurden und die Freiwillige Feuerwehr schnell vor Ort war, habe ein Fassadenbrand schnell eingedämmt werden können, bevor die Flammen auf den Dachstuhl übergriffen und damit eventuell ins Haus vorgedrungen wären.
Auslöser des Brandes war vermutlich, dass ein Bewohner der Doppelhaushälfte Asche, die noch nicht vollständig ausgekühlt war, in eine Mülltonne aus Kunststoff geleert hatte. Die entzündete sich dadurch, das Feuer griff sofort auf die isolierte Hausfassade über und setzte die Fassadendämmung, Fensterrollläden und die Holzverschalung in Brand.
"Dadurch, dass durch die Verklebung auch hinter der Dämmung Luft zirkulieren konnte, breitete sich der Brand rasend schnell aus", erklärt Maier. Der Kunststoff verflüssigte sich durch die hohen Temperaturen und tropfte nach unten", beschreibt der Kommandant die Situation vor Ort, "das war schon ein kritischer Moment".
Doch die Feuerwehr aus Ketsch war sehr schnell mit rund 20 Mann im Einsatz und konnte durch dieses schnelle Eingreifen verhindern, dass das Feuer ins Innere des Hauses vordrang. Die Ketscher Floriansjünger hatten die Situation sogar so schnell im Griff, dass das aus Brühl hinzueilende Feuerwehrfahrzeug gar nicht erst zum Einsatz kam.
Die Bewohner konnten das Haus unbeschadet verlassen. Die Höhe des entstandenen Schadens schätzt die Polizei auf rund 40 000 Euro.
Nachdem das Feuer gelöscht war, konnten die Bewohner wieder in das Haus zurückkehren.
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