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Kirchen: In Oftersheim haben wir lediglich 20 Austritte im Jahr

Weltweit mehr gläubige Mitglieder

Herzlichen Dank für den ausgezeichneten Kommentar "Glaube braucht Basis" von Markus Wirth. Besonders erfreulich, dass er sehr ausführlich die lebendigen Aktivitäten in den Kirchengemeinden der Region beschrieben und gewürdigt hat. Einige Bemerkungen jedoch zu dem auch in diesem Kommentar auftauchenden Klischee, dass "die Institution ... sowohl auf evangelischer als auch auf katholischer Seite das Problem hat, dass ihr die Mitglieder davonlaufen".

Nach verlässlichen Angaben kehrt ein Drittel aller Ausgetretenen nach einigen Jahren aus den verschiedensten Gründen wieder in die evangelische Kirche zurück. Außerdem ist es nicht so, dass Ausgetretene in der Zwischenzeit überhaupt keinen Kontakt mehr mit der Kirche hätten.

Die Zahl der Ausgetretenen liegt in der evangelischen Kirchengemeinde Oftersheim (mit leicht rückläufiger Tendenz) jährlich bei ungefähr 20 Mitgliedern, also insgesamt 0,5 Prozent. Wenn man die Zahl der Eintritte (ungefähr die Hälfte) gegenrechnet, kommt man auf 0,25 Prozent. Begreiflicherweise ist jeder Austritt bedauerlich, aber, rein statistisch gesehen, kann man eindeutig sagen, dass die Sterbefall-Geburten-Rate der Kirchengemeinde mehr zu schaffen macht und mehr Probleme bereitet als die Austritt-Eintritts-Quote.

Weltweit gesehen ist der Anteil der Christen an der Weltbevölkerung seit hundert Jahren von ungefähr 8 Prozent auf ungefähr 36 Prozent gestiegen. Zum Beispiel leben heute in China mehr Christen, als die Bundesrepublik überhaupt Einwohner hat. Unter einer Institution, der die Mitglieder davonlaufen, stelle ich mir etwas anderes vor. Im Ernst: Innerhalb der Religionssoziologie ist unumstritten, dass West- und Nordeuropa, religionssoziologisch betrachtet, einen Sonderfall darstellen, der sich aber wohl langfristig wieder in die weltweite Entwicklung einreihen wird.

Verständlicherweise stimme ich mit Markus Wirth darin überein, dass letzten Endes die Anziehungskraft der örtlichen Kirchengemeinde entscheidend ist. Deshalb werden wir in Oftersheim noch stärker als bisher das Augenmerk auf die Entwicklung milieuspezifischer Projekte, die Schulung der ehrenamtlichen Mitarbeiter und die Intensivierung des Fundraising richten. Denn, wie die schöne Überschrift lautet, der Glaube braucht eine Basis.

Dr. Gunter Zimmermann,

Oftersheim

© Schwetzinger Zeitung, Samstag, 09.02.2013

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