Es wird ein richtungsweisendes Duell am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) ) im Kraichgau: Immerhin geht es um den möglichen Relegationsrang, den zweiten Platz in der Handball-Badenliga. Der TV Bretten (26:8 Punkte) empfängt den HSV Hockenheim (25:9) zum Vergleich der Verfolger hinter Spitzenreiter SG Heddesheim (27:7), der vom HSV bezwungen wurde. Es steht ein durchaus attraktiver und spannender Dreikampf an, der auch nach diesem Spieltag noch nicht entschieden sein wird.
Noch lange nicht entschieden ist auch die Lage im Keller. Für solche Begegnungen wie zwischen der HSG St. Leon/Reilingen (10:22) und dem TV Friedrichsfeld (10:24) wurde wohl der Begriff "Vier-Punkte-Spiel" geprägt. Die beiden direkten Tabellennachbarn der Abstiegszone sind eigentlich zum Siegen verdammt. Mit einem Erfolg in dieser für den Klassenerhalt richtungweisenden Begegnung könnte sich die HSG weiter Luft nach unten verschaffen und sich dabei für die vermeidbare Hinspielniederlage revanchieren.
HSV will Chance nutzen
Wie schon im letzten, für den HSV erfolgreichen Spiel wird auch zwischen Bretten und Hockenheim "ganz gewiss die Taktik eine große Rolle spielen", erwartet Abteilungsleiter Hans-Georg Teufel, denn die Kraichgauer operieren im Gegensatz zu Heddesheim mit einer völlig defensiven Abwehrformation. HSV-Trainer Haris Halilovic legt sich mit Sicherheit eine besondere Strategie zurecht. Bislang fehlt der dauerverletzte Philippe Schinke.
Kosten einsparen kann die HG Königshofen/Sachsenflur. Nach der Partie ihrer Badenliga-Handballerinnen sind ihre Landesliga-Männer in Ketsch zugange. Gastgeber TSG II dürfte nach den zurückliegenden Resultaten mit einem leichten Favoriten- und Heimbonus die Partie angehen, genaue Prognosen sind jedoch zu gewagt. Beide Teams präsentierten sich im Rundenverlauf oft wankelmütig.
Motivation gegen Schlusslicht
Leichte Vorwürfe in Sachen Wankelmütigkeit erhebt manchmal auch Jeannette Ullrich gegenüber ihren Mädels von der HSG St. Leon/Reilingen. Bislang hat es aber - abgesehen vom "Ausrutscher" gegen Birkenau - für alle Gegner gereicht, um Punkte einzufahren. Im Derby gegen Schlusslicht TSV Rot sollte die Motivation aber entsprechend vorhanden sein, und der Tabellenführer dürfte dabei nicht in allzu große Bedrängnis geraten.
Beim TV Brühl sind die Augen indes immer mehr Richtung Abstiegszone gerichtet und die Aussichten, beim Zweiten Nußloch (Sonntag, 15 Uhr) etwas zu reißen, dürften eher als gering bezeichnet werden. Doch in der Vorrunde fügte der TVB der SGN einen von vier Minuspunkten zu. Trainer Markus Pfeifer möchte eine Überraschung also nicht ganz ausschließen. mj
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