Hier spielte das Knie noch mit: Torwart Daniel Unser fällt aus, nachdem er sich das Innenband im linken Knie gerissen hat.
© Lenhardt
Über die Faschingstage ruhte der Handballbetrieb und das nicht nur bei den Mannschaften der HG Oftersheim/Schwetzingen. Das galt aber nur für die Rundenspiele. Das Trainingsprogramm wurde - leicht modifiziert - ununterbrochen fortgesetzt. Dabei stand die Regeneration kranker, angeschlagener oder verletzter Spieler im Vordergrund. Denn schließlich geht es an diesem Wochenende wieder im Rundenbetrieb weiter. Die erste Vertretung erwartet dabei Oberliga-Konkurrent TSV Altensteig.
Die Ruhepause hat dem Übungsbetrieb der aktiven Teams bei der HG sichtlich gut getan, immer mehr Akteure meldeten sich zurück, unter anderem Tobias Schmidt nach seiner Gehirnerschütterung aus der vorletzten Partie. So durften die Trainer wieder bei ihrem Pensum aus dem Vollen schöpfen und mussten nicht mehr die Notfallpläne für Kleingruppen aus der Schublade zaubern oder anderweitig improvisieren.
Soweit der Plan, der zunächst auch funktionierte, bis sich Torwart Daniel Unser für den Rest der Runde abmeldete. Er hatte sich privat einen Innenbandriss im linken Knie zugezogen und wird heute operiert. Und auch das Knie von Florian Siegel muss den vorangegangenen Belastungen weiterhin Tribut zollen.
"Die vielen Verletzungen bringen unser Team immer wieder aus dem Rhythmus", klagt Trainer Christian De Maria und wird sich mit Gordana Covic zusammen "erst kurzfristig entscheiden, wer alles auf der Bank sitzen wird".
Was Ende September, am 4. Spieltag, zwischen Altensteig und Oftersheim/Schwetzingen noch als Spitzenbegegnung zweier verlustpunktfreier Mannschaften im Schwarzwald über die Bühne ging, steht nun am morgigen Samstag unter gänzlich anderen Vorzeichen.
Gegner mit dem Rücken zur Wand
Der kommende Gast wurde bis auf den letzten Platz durchgereicht, holte seitdem lediglich drei Punkte. "Weiter nach unten geht nicht mehr", titelte so auch der "Schwarzwälder Bote", das lokal zuständige Presseorgan. Die Männer aus dem Kreis Calw stehen also mit dem Rücken zur Wand. Im Gegensatz zu den sonstigen Mechanismen des Sportgeschäfts (gilt insbesondere auch für diese Spielklasse), wo bei anhaltender Erfolglosigkeit schnell der glücklose Trainer seinen Hut nehmen darf, sitzt TSV-Coach Nenad Gojsovic noch in seinem Sessel.
Einen Wechsel indes gab es beim TSV Weinsberg - der zweite (wie auch schon in Schmiden) in dieser Saison, der sechste ligaweit. Branko Dobricic hatte erst Anfang Dezember von Peter Baumann das Amt übernommen und weicht nun Markus Kübler, der bei der letzten Partie in Altensteig seine Karriere als Spieler beendete und das Regiepult übernahm.
Die HG sollte vor ihrem Gegner auf jeden Fall gewarnt sein. Schließlich hat sie sich auf die Fahnen geschrieben, ihre zuletzt aufgetretene Durststrecke zu beenden, zumal vor heimischem Publikum noch die vorangegangen Scharten gutzumachen sind. Es wird also eine Art Bewährungsprobe, die, geht es nach dem Willen von Trainern und Funktionsträgern, eine möglichst erfolgreiche Restrückrunde einläuten soll. "Auch wenn uns das Verletzungspech treu bleibt, wir werden mit aller Macht um die Punkte kämpfen", verspricht De Maria. mj
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