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Lußhardtschule: Die Speyerer Kinderbuchautorin Birgit Bestvater hat eine Geschichte rund um ein wissbegieriges Mädchen dabei, das einen Fluch brechen muss

Betula hört die Holzwürmer sprechen

Archiv-Artikel vom Samstag, den 29.10.2016

Von unserem Mitarbeiter Sascha Balduf

Birgit Bestvater (ganz rechts) bringt den Kindern der Lußhardtschule ihre Geschichte rund um einen verfluchten Sargtischler näher.

© Lenhardt

Neulußheim. Als Betula Krummnagel beginnt, die Holzwürmer in der Tischlerwerkstatt ihres Großvaters reden zu hören, nimmt ihr Leben eine abenteuerliche Wendung. Die Geschichte über den verfluchten Sargtischler und die sprechenden Holzwürmer stammt aus der Feder der Speyerer Kinderbuchautorin Birgit Bestvater. Anlässlich des Fredericktages besuchte die Autorin die Lußhardtschule, um vorzulesen und die neugierigen Fragen der Viertklässler zu beantworten.

Betula Krummnagel ist zehn Jahre alt und verbringt die Sommerferien bei ihrem Großvater. Der hat leider kaum Zeit für seine Enkelin, weil er den ganzen Tag in der Werkstatt verbringt und Särge baut. Eines Tages flattert eine Postkarte von Betulas Großtante Martha ins Haus, obwohl diese schon tot ist. Oder etwa nicht? Von der Nachbarin Frau Zwirnfitz erfährt Betula, dass Großtante Martha noch lebt - und zwar im Altenheim. Auf der Hochzeit des Großvaters war sie scheinbar verrückt geworden, horchte am Altar und behauptete, mit den Holzwürmern reden zu können. Der Großvater warf sie aus dem Haus.

Tante Martha lebt doch noch

Martha hatte damals alles mitgenommen, außer einem alten Sekretär, der noch immer im Sarglager des Großvaters steht. Weil Betula darin nur ein verschlossenes Fach vorfindet, beschließt sie, Martha im Altenheim zu besuchen. Die kratzbürstige alte Frau besitzt tatsächlich noch den Schlüssel für das Geheimfach und beauftragt Betula, ihr "ihre Medizin" zu holen, die sich in dem Fach befinden soll.

Bestvater las aus ihrem Buch vor - mit Fragen an die Kinder. Die Geschichte von Großtante Martha, sie brauche Medizin aus dem Schrank, glaubte niemand. Die Grundschüler waren sich einig: Da ist was faul. Ein alter Familienfluch war dafür verantwortlich, dass Martha einst begann, die Holzwürmer zu hören. Mittlerweile waren auch Betula und ihr Großvater in der Lage, die Schädlinge zu verstehen. Für Betula ein Grund, die Sache erst recht weiter zu erforschen. Als sie die Untermieter im Sekretär mit einer großen Flasche "Holzwurmtod" endgültig zum Schweigen bringen will, überzeugen die Würmer sie, davon abzulassen. Sie scheinen Einiges über den Fluch und die Vergangenheit der Tischlerwerkstadt zu wissen. Was genau die Würmer Betula verraten und ob sie den Fluch brechen kann, ließ Bestvater offen; dafür beantwortete sie geduldig alle Fragen der Schüler. Wann sie das Buch geschrieben habe, und wie lange sie schon Autorin sei: "Das Buch rund um Betula und den Familienfluch erschien 2014. Vor etwa zehn Jahren habe ich angefangen, Geschichten für meine Kinder zu schreiben und so meine Leidenschaft dafür entdeckt." "Haben Sie bei dem Buch mit jemandem zusammengearbeitet?", wollte eine Schülerin wissen. "Naja, geschrieben habe ich es alleine", antwortete Bestvater, "aber die Bilder im Buch und vorne drauf hat die Illustratorin Katrina Lange gemalt - der habe ich schon gesagt, wie ich mir Betula vorstelle." Die Autorin zeigte das Buchcover herum und den Schüler fiel gleich etwas auf: "Ihre Arme sehen ja aus wie Äste!" - "Richtig, Betula sollte so ein bisschen aussehen, als wäre sie selbst aus Holz", erklärte sie.

Ein Autogramm ergattern

Auch der Name der Protagonistin sei so entstanden - Betula ist der lateinische Begriff für den Birkenbaum. Nach der Lesung konnten die Grundschüler noch ein Autogramm ergattern. Für die folgende Unterrichtsstunde konnten sie eine Aufgabe auswählen: Ein Bild malen, einen Comic zum Buch erstellen, sich Holzwürmer-Gespräche ausdenken, eine eigene Gruselgeschichte verfassen oder einen Zeitungsartikel über die Lesung schreiben. Der Fredericktag ist "das landesweite Literatur-Lese-Fest".

Lehrerin Christa Freitag studierte mit den Kindern aus den ersten Klassen das "Elmar-Lied" über einen bunten Elefanten ein, Joana Herrtwich bastelte Papierelefanten und Webbilder und bei Melanie Fuchs bastelten die Schüler Theatermasken. In den zweiten Klassen verkleideten sich die Lehrerinnen Anthea Jochen und Stephanie Friedrich als kleine Hexe und kleines Gespenst und lasen mit den Kindern Geschichten von Ottfried Preußler. Die dritten Klassen bekamen Besuch vom Altlußheimer Autoren-Ehepaar Friedbert und Anu Stohner.

© Schwetzinger Zeitung, Samstag, 29.10.2016

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